Vorrede.
Verspätet durch unvorgesehene Hindernisse erscheintendlich die zweyte Hälfte der Geschichte der Eid-genossen während der Zeiten der Kirchentrennung,bey deren Ausarbeitung dem Verfasser von Tagezu Tage lebhafter die überraschende AehnlichkeSt derdargestellten Periode mit derjenigen, in welcher ihreDarstellung versucht ward, vor Augen trat. Frey-heit, errungen durch die Macht des Geistes, nebenihren Segnungen alsobald auch ihr Mißbrauch,Parteyen, Extreme, gesunder Sinn im Volke,Theorieen der Studierzimmer, zwcydeutige Ein-mischung Fremder, Selbsttäuschungen der Staats-klugheit, ein unter neuen Zeikbegriffen aufstrebendesGeschlecht, kräftig, zuversichtlich, oft absprechend;ihm gegenüber in unseliger Trennung das Alter,mißtrauisch durch Erfahrungen, verstimmt im Ge-fühle unaufhaltbaren Wandels und Wankens; —welche von allen diesen Erscheinungen jener Zeitist in der mistigen nicht wieder zu finden? aber,glücklicher als unsere Vater, werden wir den geistigenKampf wenigstens nicht in blutiges Waffenspielübergehen sehen, wenn die Irrthümer der Vorgänger,die Lehren der Geschichte uns warnen.
Wie im sechzehnten Jahrhundert, aus desAllmächtigen Ruf, die Schranken niederstürzten.