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Preussens deutsche Politik : die Dreifürstenbünde 1785, 1806, 1849 / von Dr. W. Adolf Schmidt
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VII
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wir betrachten, sind von nah oder fern der Idee deutscher Ein-heit zugewandt; aber in der jeder diplomatischen Weise eigenenBegrenzung, weil die Künstlichkeit der Mittel die Zwecke ver-stümmelt; und mit dem schließlichen Erfolge der Erfolglosigkeit,weil eS der Diplomatie am wenigsten eigen ist, in Selbstge-fühl, Entschlossenheit und Kraft auszutrauern.

Für eine Wiederherstellung der deutschen Kaiserwürdehabe ich nie geschwärmt; aber als es in Frankfurt galt, zumZiel zu gelangen, trug ich kein Bedenken, die persönliche Mei-nung dem allgemeinen Einklang unterzuordnen; und nachdemwir feierlich gelobt, an der Reichsverfassung unwandelbar festzu-halten, hielt ich mich nicht für berechtigt, zu Gunsten einesanderen ihr entgegengestellten Werkes mit der Gothaer Parteizu agilsten, sondern vielmehr für verpflichtet, auf jede Mit-wirkung an der Bestattung der ersteren zu verzichten.

Etwas Anderes freilich ist das Geltenlassen der Thatsa-chen. Der versteht das Wesen der Geschichte nicht, der umdes Todten willen dem Lebenden das Dasein abspricht. DieGeschichte ist nun einmal vom persönlichen Standpunkt magman sagen: leider! kein Register von Wünschen, Ansprü-chen und Rechten; sie ist der Inbegriff dessen waö ist, nichtdessen was sein könnte oder sollte.

Aber wo sind die Thatsachen, die man gelten lassen, wo sinddie neuen Zustände deutschen Lebens, die man, weil sie geschicht-lich wären, als solche anerkennen müßte? Noch ist kein Kabi-netsplan, der dem Verfassungswerk der Nationalversammlungentgegengetreten, in die thatsächliche Wirklichkeit, in das leben-dige Dasein übergegangen. Entwürfe sind keine Verfassungen.Der Plan der Kabinette von Baiern , Würtemberg und Sachsen hat augenfällig nur den Zweck, ein Mittel der Verhinderung zu