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Nicht allein das schlesische Ereigniß entzweite sie, sondern zu-nächst noch mehr die Beziehung zu dem Reiche."
„Oesterreich der kaiserlichen Ehren gewohnt, konnte nichtertragen, daß ein anderes Haus die höchste Würde im Reichbekleiden sollte."
„Preußen konnte nicht gemeint sein, das Kaiserthum ansich zu bringen; noch weniger wäre ihm der Gedanke gekom-men, sich vom Reiche zu trennen; demselben anzugehören warnicht so sehr eine Pflicht als ein Recht. Dahin aber gingsein natürliches Bestreben, die höchste Gewalt nicht in Händegerathen zu lassen, von denen es Feindseligkeiten hätte erwar-ten müssen, sondern ihr vielmehr selber eine den neuen Zu-ständen entsprechende Haltung zu geben."
„Zur Vollziehung dieser Absicht war bereits während desKrieges das Nothwendigste geschehen: der Churfürst vonBaiern war zum Kaiser erhoben worden."
„Die Ergebnisse zeigen, daß es ohne die Theilnahme vonPreußen nie dahin gekommen wäre."
Friedrich war bereit gewesen, „seine Stimme dem Groß-herzog von Toscana zu geben, freilich unter der Bedingung,daß man seine Rechte auf Schlesien anerkenne; hätte mansich hierüber verstanden, so wäre die Erhebung des Großher-zogs ohne Frage durchgeführt worden." Selbst wenn „imMai 1741 Maria Theresia mit Preußen sich verständigt hätte,würde der Großherzog wahrscheinlich auch dann noch gewähltworden sein. Der Churfürst von Mainz sagte einem Jeden,der es hören wollte, der Ausgang des Wahlgeschäftes hängevon den Ereignissen in Schlesien ab. Wie hätte auch nichteine Uebereinkunst zwischen Preußen und Oesterreich zu Gun-sten des Großherzogs jeden andern Kronbewerber ausschließensollen?"
Da es nun „zu einer solchen Abkunft nicht kam, sowagte auch der Churerzkanzler dem Großherzog keine Gunstzu beweisen." Aber auch „dem Andringen des französischen Hofes zu Gunsten von Baiern gab der Churfürst in Mainz