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Preussens deutsche Politik : die Dreifürstenbünde 1785, 1806, 1849 / von Dr. W. Adolf Schmidt
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zweifelte nicht daran, daß die Reichsstände bei rechter Ueber-legung sich an Preußen anschließen würden; man müsse sienur, schreibt er am 1. November 1784,aufwecken, damit sieihre Verfassungen erhalten und ihre eigenen Interessen nichtverschlafen." Eshandle sich nicht um Krieg, wofern nichtAnmaßungen oder Gewaltthätigkeiten des Kaisers zu gemein-samer Abwehr nöthigten." Er glaubt mit Zuversicht aufBaiern und Sachsen , vielleicht auch auf Hannover , und imFall eines Zerwürfnisses zwischen Frankreich und Oesterreichselbst auf Würtemberg rechnen zu können.Wenn wir nichtsthun und die Arme kreuzen, ruft er wiederum aus, dann istes so sicher wie zwei mal zwei gleich vier, daß Niemand anein solches Bündniß denken, und daß man dem Kaiser denZügel schießen lassen wird, um alles zu thun was ihm be-lieben mag.'")

Es ist wahr, es standen dem Unternehmen manche Be-denklichkeiten entgegen. Trotz aller Berufungen auf Paragra-phen und Artikel blieb es doch fraglich, ob ihm das strengeRecht zur Seite stehe, ob auf Grund der Reichsverfassungeine Verbindung zulässig sei, die thatsächlich gegen das Reichs-vberhaupt gerichtet war; die Friedrich selbst mit dem Schmal-kaldischen Bunde verglich; die nichts weniger sein sollte alsein förmliches Schutz- und Trutzbündniß; die einen Bund imBunde begründete und, indem sie die Reichsverfassung auf-recht erhalten wollte, in der That nur danach angethan war,den alten Reichsverband durch den neuen zu lockern und zuzerreiben, oder die Suprematie Deutschlands von Oesterreichzu Preußen hinüberzuleiten. Daß Friedrich auf denTiteleines Beschützers der deutschen Freiheit" ausging, ist sehr zubezweifeln. ^)

Von solchen Bedenken scheint doch auch der Freiherr vom

') Hertzberg 2, 367 s. vgl. Pertz, Leben des Ministers vom Stein1, 33 f.

-) Dohm 3, 106.

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