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derselben bis dahin gehabt und für die Zukunft in Aussicht stellten, ihre eigenegegen Bünden abgeschlossene und nur gegen Veltlin offene Lage, hatten inzwi-schen mich die Wormser, welche wohl immer Ursache gehabt haben mochten,mit der bündnerischen Herrschaft ganz zufrieden zu sein, zu dem Entschlüsse ge-bracht, an die Bewegung sich anzuschließen und ihrem bald dreihundertjährigenLandcsfürsten den Gehorsam aufzukündigen. Dieses thaten sie in den erstenTagen des Monats Juli mittelst eines an die Häupter gerichteten, ziemlichmäßig gehaltenen Schreibens, worin sie die Motive zu solchem Schritte andeu-teten und unter Anderm ihre bisherigen Landesherren auf den biblischen Aus-sprach (im Prediger Salomous) hinwiesen: Das Regiment wird von einemVolke aus das andere übergetragen wegen der Ungerechtigkeiten, Gewaltthätig-keiten, Beleidigungen und vielen Betrügereien.
Diesem allgemeinen Abfall gegenüber verharrten die St. Jakobsthaler unddie Gemeinde Villa allein in unerschütterlicher Treue gegen den Freistaat, un-beirrt durch mannigfache und unausgesetzte Drohungen und Lockungen derKlevner. Als die Gefahren und Bedrängnisse wuchsen und jede Hülfe ausblieb,baten sie flehentlich um kräftigen Schutz, wobei sich die St. Jakobsthaler dieschüchterne Andeutung erlaubten, das sicherste Schutzmittel für sie möchte viel-leicht in der Aufnahme in den Freistaat liegen. Welchen Erfolg dieser Schritthatte, werden wir später sehen.
Die Aufgabe, welche der Congreß (Häupter und Zuzug) zu lösen hatte,war keine leichte. Planta hatte in Montebcllo, in Verfolgung seiner Lieblings-idee, aus eine Weise sich ausgesprochen und einen Schritt gethan, von welchemohne Gefahr nicht mehr zurückgegangen werden konnte, zumal Eomepras, dessenEinfluß auf Bonaparte in den Bündner Angelegenheiten nicht gering ange-schlagen werden durfte, auch seinerseits mit großer Beharrlichkeit aus dasselbeZiel hinarbeitete.
Mit Ausnahme des Präsidenten Caderas waren alle übrigen Congreßmit-glieder, die einen mehr, die andern weniger entschieden, der Einverleibung abge-neigt. ' Das Nämliche durste mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bei der Mehrheitder Räthe und Gemeinden vorausgesetzt werden. Es wurde beschlossen, dieFrage sofort, mittelst Ausschreiben vom 10. Juli, in folgender Fassung an die-selben zu bringen :
Ob die Deputirtcn über die als Präliminarbedingung angetragene Freilas-sung und Einverleibung des Veltlins und der Grafschaften Kleven und Worms ,und über die Bedingung derselben, so wie über alle die von der cisalpinischenRepublik zu hoffenden, in der Relation des Herrn Vikar G. Planta berührtenVortheile, unter der von: französischen Obergeneral angenommenen Mediation