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umliegenden neuern Gebäuden, Ueberreste einer großartigen Ar-chitektur, von gewaltigen Säulen getragen, anklagend nicht sofast den nagenden Zahn der Zeit, welchem sie trotzten, als dieZerstörungswuth der Menschen. Diese Trümmer, die in ru-higer Größe die Stadt weit überragen, sind die sprechendste»Zeugen einer glänzenden Culturperiode, die im Alterthum dieBewohner dieser Gegenden beglückte. Versetzen wir uns in dasfünfte Jahrhundert vor Christus zurück, so sehen wir diese Burg,die Akropolis , nicht nackt und bloß dastehen mit einzelnen Gie-beln und Säulen, einsam und verlassen außerhalb der Woh-nungen der Menschen; sondern sie trägt auf ihrer gesichertenHöhe die erhabenen Säulenbauten der Propyläen, der Vorhalleam Eingänge der Burg; und um aller andern nicht zu erwäh-nen, jenen Parthenon , wol das vollendetste Werk griechischerArchitektur und Sculptur, das Haus der Jungfrau PallasAthene , der Göttin der schaffenden Weisheit, welche die schöneStadt, die ihr sich ergeben, schirmend und hütend überschaut.Denn rings um die Burg dehnt sich das blühende Athen , mitseinen Tempeln und Palästen, mit Theatern und Conzerthäu-sern, reich durch Handel und Schiffahrt so wie durch politischeMacht, bewohnt von einem tapfern, freien und intelligentenVolke. Diese Stadt, die in mehr als 10,000 Häusern unge-fähr 180,000 Einwohner zählte, die Hauptstadt der attischenHalbinsel, war zugleich der politische Vorort der griechischenStaaten überhaupt. Als nämlich zu Anfang des V. Jahrhun-derts die Perserkönige mit ihren übermächtigen KriegerschaarenGriechenland überfluteten, um die Hellenen dem persischen Reichezu unterwerfen, da war es besonders die Beharrlichkeit und dieSeekriegskunst der Athener , woran sich diese Gefahr brach undwodurch Griechenlands Selbstständigkeit gerettet ward. ES warein Sieg des Geistes über die Masse. Dadurch erhielt Athen die Leitung der sämmtlichen griechischen Angelegenheiten in seineHand, und so flössen Macht, Intelligenz und — das Geld derBundesgenossen in Athen zusammen. Diese Zeit des athenischenGlanzes im V. Jahrhundert ist die Zeit, in der wir auch die