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ganze Bürgerschaft des Landes in sich aufnehmen können; es,sollte gewissermaßen das ganze Volk ins Theater gehen (der Armeerhielt in der Vlüthczeit der athenischen Demokratie das Ein-trittsgeld vom Staate), damit dieser erhebende und bildende Ge-nuß Keinem verwehrt sei. Uebrigens benutzte man das Theaternicht bloß zu scenischen Vorstellungen, sondern auch zu Volksver-sammlungen und dergleichen. Der ganze Zuschauerraum war na-türlich unbedeckt, ebenso die Orchestra und wohl auch die Bühne.Diese letztere erhob sich ungefähr 10—12 Fuß über den Bodender Orchestra, an welche sie, wie gesagt, vorne angrenzte; aufden drei übrigen Seiten war sie durch das Bühnenhaus abge-schlossen. Dieses Bühnenhaus, die eigentlich sogenannte Scene(ox^), bildete nämlich durch seine Hauptfaoade den Hin-tergrund, durch seine beiden, bis an die Orchestra vorspringen-den Seitenflügel den Seitenabschluß der Bühne. Die Bühnewar gar nicht tief; der Hintergrund stand gar nicht weit vonder Orchestra ab; es war auch gar nicht viel Raum auf derBühne nöthig, weil ja niemals viele Personen zugleich auf der-selben auftraten. Wie wir wissen, war bis zum Ende des VI. Jahr-hunderts in Einer Tragödie nur Ein Schauspieler beschäftigt;Aeschylos erst führte einen zweiten Schauspieler ein, zu demspäter durch Sophokles noch ein dritter gefügt wurde; undbei dieser Zahl hatte es dann für immer sein Bewenden. Einemäßige Anzahl stummer Personen, die sich so wenig als dieeigentlichen, sprechenden Schauspieler lebhaft auf der Bühne her-umtrieben, erforderten auch nicht zu viel Platz. Die Orchestranahm einen ungleich größer» Raum ein, als die Bühne; sie hatteden Chor zu fassen, der bei einer Tragödie aus wenigstens12 Personen bestand; die alten Dithyramben aber, die manüber der Tragödie nicht aufgegeben hatte, sondern noch sehrhäufig, ebenfalls im Theater, aufführte, erforderten 50 Tänzer.Da in der Tragödie der Chor in irgend einer nahen Bezie-hung stand zu den handelnden Personen, d. h. zu den Schau-spielern auf der Bühne, und mit denselben oft in Unterredungtrat, so mußte die Orchestra bei dramatischen Aufführungen