Band 
Fünfter Theil.
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Kantone bürdeten diese ganze Ausgabe den Gemeinden auf,was die Bürger unzufrieden machte und Mißstimmung gegendie Regierung hervorrief Abgesehen von der StockungdeS Gewerbfleißes ward das Mißbehagen, besonders in deröstlichen Schweiz , noch durch eine Ursache, nämlich dieschlechte Erndte, vermehrt. Eine Reihe mehr oder wenigerunfruchtbarer Zahre begann mitten in der allgemeinen euro-päischen Erschütterung. Die Kantonsregierungen fordertenzu Werken der Liebe auf, um die Leiden einer großen An-zahl Familien zu mildern und zu verhüten, daß die bestenArbeiter auswanderten.

Urtheilsfahige und scharfsichtige Männer wurden auf ver-schiedene Weise von Ahnungen eines nahe bevorstehendenUmschwunges der politischen Verhältnisse bewegt. Die Völ-ker hatten sich überzeugen können, daß die größte menschlicheMacht noch nicht die Allmacht ist. Der Sieg der Naturund der Vaterlandsliebe im äußersten Osten und NordenEuropas , Wellington in der westlichen Halbinsel und derAbschluß eines Bündnisses zwischen Rußland und Englanddeuteten auf einen Wendepunkt in dem Leben der Staatenhin; das 29ste Bülletin der großen Armee (vom 3. Decemb.)zeigte deutlich genug, daß Napoleons Stern erloschen war.Die aus der Mediation hervorgegangenen-oder durch siebefestigten neuen Kantone suchten sich in ihrem Glauben anden unerschütterlichen Thron des Vermittlers zu bestärken,während in den ehemaligen Aristokratien einzelne Staats-männer die Aussicht auf eine nahe Veränderung des euro-päischen Systems begrüßten. Die vaterlandsliebenden Po-litiker aber suchten dahin zu wirken, daß der von den beeistenEbenen des Nordens her zurückfluthende Krieg nicht den

17) Kurze Beschreibung und Geschichte des Kant. Thurgau. Frauenfeld ,1843, S. 182.