Band 
Fünfter Theil.
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abgeschüttelt, um ihren an Selbststä'ndigkeit nicht gewohntenNacken unter ein anderes fremdes Zoch zu beugen. Ausder lang gewohnten Unterwürfigkeit entsprang bei manchenRegierungskäuptern, die statt Vaterlandsfreunde Diploma-ten, Männer eines Kantons, nicht aber der Schweiz waren,eine beschränkte Auffassung und Mangel an uneigennützigerGesinnung. Da es an einer großen Idee oder einem kräfti-gen Willen fehlte, siegten die kleinlichen Leidenschaften. DieSchweizer richteten ihre Blicke vor allem auf die Mächte,sahen sie aber schwankend und über den Gebrauch einesEinflusses, dem sie der Vermittler entwöhnt hatte, kaummit sich selbst im Klaren. Oestreich, das gegen Napoleon um so feindseliger gestimmt war, je völliger es ihm unter-worfen gewesen, wollte alle Bande, welche die Schweiz andie französische Herrschaft knüpften, lösen, die geringstenSpuren der Mediation austilgen und die Neutralität diesesLandes auf eine neue Grundlage feststellen. Obgleich dieEidgenossenschaft seit der Abtretung Neuenburgs an Frank-reich mit Preußen in keiner nähern Verbindung mehr stand,so hatte sie dennoch von letzterm Beweise des Wohlwollensempfangen. Der Kaiser Alexander aber stand unter demEinflüsse des Generals Friedrich Cäsar de la Harpe, mitwelchem er längst in beständigem Briefwechsel war. DieserMann, dessen politisches Feuer fünfzehn erfahrungsreicheZahre gedämpft hatten, ohne die Wärme seiner Vater-landsliebe zu vermindern, und der die neuen Kantone so-wohl im Interesse der Schweiz als in ihrem eigenen inSchutz nahm, übte auf seinen gekrönten Zögling den Einflußeines durch Mäßigung gereiften Geistes, eines ausdauern-den Charakters und einer gegen jede Verlockung gesichertenUneigennützigkeit.

Die verbündeten Mächte setzten sich ohne zu zögern mitder aus den Umständen hervorgegangenen eidgenössischen