Band 
Fünfter Theil.
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dem vertrauten Charakter dieser Mittheilung noch etwelcheHoffnung schöpfte, so erklärte Herr von Schraut durch eineNote vom 16., daß die gemachten Eröffnungen „förmlich,amtlich, von den verbündeten Monarchen beglaubigt undder bernischen Regierung im Namen ihrer Bevollmächtigtenzur Kenntniß gebracht seien" °°). Damit schien alles gesagt;Bern aber, weit entfernt auf Aargau Verzicht zu leisten o>),vermehrte seine diplomatische Thätigkeit und schickte Abge-ordnete sowohl an den Hof der Bourbonen , als in dasLager der Verbündeten^). In Zürich unterhandelte vonMülinen. 3n den ersten Tagen des April schien in demSysteme der fremden Minister plötzlich eine Veränderungvorzugehen; sie redeten von Wiedervereingung Aargau'sund Berns. Bern aber mißtraute dieser raschen Wen-dung und rückte mit seinen Schritten nur mit Behutsamkeitvorwärts b'), that aber doch einen Schritt: nicht mehr dasBlsthum als Ersatz anzunehmen, sondern Las Frickthalgegen das bernische Aargau abzutreten, war fetzt seinePolitik, wobei es hoffte, daß Oestreich ihm zum Behufedieses Austausches das Frickthal schenkungsweise, oder fürdie Summe von 600,000 Gulden an Schuldtiteln an diesenStaat, überlassen werde. Bern hätte lieber beides zu-gleich sowohl sein ehemaliges Gebiet, als das Frickthal be-kommen. Die Grafschaft Baden und die freien Aemtermit einer Bevölkerung von wenigstens 44,000 Seelen hättendann unter dem Namen Aargau einen neunzehnten Kanton,größer als Basel und die Urkantone, und der überdies keine

60) Manual des Geh. Rathes von Bern , 27. März 1814. Eine vonHerrn von Krudener überbrachte Note der Gesandten der dreiMächte vom 26. März bestätigte alle diese Punkte.

61) Ibiä. 22. und 24. März, 3. Mai 18l4.

62) Von Tillier, 1, 142, 143, 158.

63) Der Geheime Rath an die Gesandtschaft, 11 . April 1814.