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besucht jene durch die Philanthropie oder durch die Liebezu den Wissenschaften ins Leben gerufenen Vereine, dieFeldlager oder die Feste, an denen man den Knall desCarabiners oder die Stimme der Concerte wiederholtenhört; beim bloßen Anblick der Eidgenossen, beim bloßenNamen des gemeinsamen Vaterlandes werdet ihr euch vonEmpfindungen der Bruderliebe durchzuckt fühlen und diesesGefühl in allen Blicken sich äußern sehen: das ist das eid-genössische Band. Gleichwohl wird es nicht durch ein unbe-stimmtes Gefühl gebildet, sondern durch eine auf eine großeZdee gegründete Liebe, auf die Idee der republikani-schen und christlichen Demokratie, der politischenWeihe der Volkssouveränetät und der individuellen undnationalen Sebstständigkeit, der religiösen Weihe der Hin-gebung Aller an Alle.
Ze mehr die alte Eidgenossenschaft sich von der demokra-tischen Einfachheit entfernte, die Aristokratien den Staat ineinen engen Kreis von Familien concentrirten, der schwei-zerische Adel um die Gunst der fremden Höfe buhlte unddie Rolle des Volkes sich darauf beschränkte, regiert odereingetragen zu werden, desto mehr lockerte sich das eid-genössische Band. Es war nahe daran, sich gänzlich auf-zulösen, als in Folge der Reformation die beiden Kirchenzwei feindliche Heerlager wurden und man ob den konfessio-nellen Verschiedenheiten die christliche Liebe und ihre Aus-legerin, die Duldung, vergaß. Fast fünf Jahrhundertshindurch blieben die Formeln, welche in den Bünden dieeidgenössische Einigung ausdrückten, dieselben, allein dieEinigung selbst verlor je mehr und mehr an Kraft; auchschrieb der große Nationalgeschichtschreiber, zu dessen Füßenwir mit schwacher Stimme die neuern Schicksale des Vater-landes erzählt haben, während seine Stimme wie die derWeisheit der Jahrhunderte wiederhallt, auf die Ruinen