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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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Letztgenannte Jahresproduktion entsprach nach Analogie derBerechnung von S. 110 einerThätigkeit von bloss 450 Drucktischenund zirka 1850 Arbeitern. Es scheint indessen, dass obige offi-zielle Statistik etwas unter der Wirklichkeit blieb; denn, da dieStadt beispielsweise 1794/95 (S. 161) ausser 120,000 fertig ge-wobenen Stücken noch 2500 Zentner Baumwolle in Flocken odergesponnen einführen durfte, und letztere zirka 50,000 Stück a20aunes entsprachen, so belief sich das damals während 15 Monatenzur Einfuhr und Wiederausfuhr d. h. zum Druck berechtigte Quan-tum auf 170,000 Stück gleich 186,000 Stück in einem Jahr gegen-über 120,000 in obiger Statistik.

Nach v. Kurrer schätzte man ums Jahr 1800 die Produktionder elsässischen Druckereien in Mülhausen, Thann, Wesserling,Sennheim und Kolmar auf 200,000 Stück ä 16 aunes. Nach der-selben Quelle zählte man 1825 in Mülhausen 14 und in der wei-tern Umgebung ebensoviel, im ganzen Departement du Haut-Rhin also 28 Druckereien mit einem Gesamtprodukt von 13—14Millionen Stäben. 1827 erzeugte man nach den Erhebungen derSociete industrielle in 27 Druckereien nachstehende Baumwoll-waren:

Mouchoirs (und Chäles) 141,708 Stück

Indiennes. 368,777 „

Mousselines . . . 27,450 „

Zus. 527,935 Stück ä 25-27 aunes Länge.

Bei den „Indiennes“ unterschied man schon längst 2 Haupt-gruppen, nämlich

1) Indiennes im engern Sinne auf leichten und mittlern, mei-stens glatten Baumwolltüchern in kleinen und mittelgrossenDessins für Frauenkleider, Schürzen, Anzüge von Bettzeugu. dgl., auch für lange Männerwesten (Gilets äbasque), Blousenund Männerhemden;

2) „Meubles“, „Tenture“ und „Tapis“ auf schweren, glatten odergekörperten Stoffen, vorwiegend in grossen, ornamentalenDessins, für Ueberzüge von Möbeln, zur Zimmerausstattung(als „Portieres“, Vorhänge und Stofftapeten) und für Tisch-decken.