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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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Ein Aktenstück von 1776 beweist uns, dass Streiff, wennauch nicht schon in den 1760er Jahren, so doch kurze Zeit nach-her, ausser dem genannten noch verschiedene andere Artikel inBreite No. 5, 6 und 7 fabrizierte. In einem Geschäftsbuch vonFrid. de Peter Blumer in Schwanden (S. 37 T. I) fand sich näm-lich die Kopie eines Briefes, welchen derselbe am 13./24. Mai 1776an Joh. de Melchior Steiner in Winterthur schrieb und worin ereine Anfrage des Letztem dahin beantwortete, Joh. Heinrich Streiff„die berühmteste und älteste Fabrik unseres Landes“ habe ihmfür Fagondruck folgende Preise per Stück aufgegeben:

Imprimage von Mouchoirs double face No. 5, 6 und 7

fl.

± 7 *

do.

Rot und Blau No. 6.

»

774

JJ

Gelb und Blau No. 6.

57 ,

)?

Doppelblau No. 6.

i)

57 ,

5)

Rotboden .

5

Weissboden mit Rot-Bordüre u. Innenwerken

27 ,

Ueber die Bedeutung dieser verschiedenen Bezeichnungensind wir nicht auf blosse Vermutungen angewiesen, da, wie schonangedeutet, eine ziemlich reichhaltige Kollektion von Mustern, die-von Joh. Heinr. Streiff, bezw. von seinem Nachfolger Joh. Heinrich.Blumer im XVIII. Jahrhundert fabriziert worden sind, erhaltenblieben und von Ratsherr H. Blumer-Tschudi, einem Enkel des-Letztgenannten, dem Technischen Verein des Kantons Glarus-seinerzeit zur Verfügung gestellt wurden. Die Mouchoirs „double-face“ waren die Dunkel-Indigoblau mit Weiss, bei welchen dasReserveweiss auf beiden Seiten aufgedruckt und damit bewirkt,wurde, dass die Küpenflüssigkeit sich vollständig von den be-druckten Stellen fernhielt und die Ware schliesslich beidseitiggenau gleich aussah. Noch begehrter waren die „Doppelblauen“,in ähnlicher Weise hergestellt, indem man mit Wiederholung desReservedruckens und Färbens Dunkel- und Hellblau oder „Doppel!-blau“ mit Weiss erzeugte. Die Mehrzahl in der Kollektion bilden?die „Rot und Blauen“ d. h. Dunkel-Indigoblaue Mouchoirs mit,viel Weiss, bei welchen man die weissreservierten Stellen nach-träglich mit Rot allein oder mit Dunkelrot und Rosa „illuminierte“ 1oder „rentrirte“. Rot und Rosa sind mit Rotholzabsud, Alaun,.Zinn- und eventuell Kupferlösungen als „Applikationsfarben“ er-