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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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Schultern- und Brusttücher; die Ghäles (ital. „Scialli“) dientennur für letztere vier Verwendungen. Die Druckstücke hatten eineLänge von 16 aunes (Pariserstäbe) = 18V 2 bis 19 Meter; die 6/4hielten 27, die 7/4 24, die 8/4 22 Tüchel, wobei wir noch minde-stens die Länge eines weiteren Tüchels für die beiden Enden hinzu-rechnen müssen; der Bleicherlohn betrug 12 Kr.; die Druckfaconfl. 3—7 per Stück. Die auf der vorigen Seite angegebenen Farben-stellungen galten sowohl für Mouchoirs als auch für Indiennes;letztere behielten bis ins 5. Dezennium unseres Jahrhunderts hineineine gewisse, wenn auch stetig abnehmende Wichtigkeit in derglarnerischen Fabrikation.

Einem Messrodel von der Frankfurter Ostermesse desJahres 1799 ist folgendes zu entnehmen:

Die Hinreise kostete für zwei Personen, nämlich für KaufmannBartholome Streiff und seinen nachmaligen Associe Joh. RudolfLuchsinger, 60 1 / 2 Reichsgulden (= 5 1 j 2 Ld’or), wobei bis Stuttgartder Postwagen benutzt wurde; die Rückreise, wegen damaligenKriegszeiten ganz per Wagen über Frankreich genommen, stelltesich auf 112 Reichsgulden, was der betreffende Schreiber als un-erhört viel hezeichnete.

Während der Messe hatten die beiden zusammen folgendeAuslagen:

Ladenzins (inkl. Schlafzimmer) an Christian de Bary . . “fl. 220. —

35 Tage in der Garküche für Essen bezahlt ä fl. 1.4 Kr. „ 37.20

do. Kaffee und Zucker.,, 7. —-

do. Brot und Milch.„ 4. 20

do. Verschied. (Standgeld, Almosen an arme Leute etc.) „ 3. 20

do. Bier.„ 3.12

Laternengeld und Wacht.„ 1. 20

Trinkgelder (dem Markthelfer und der Magd) . . . . „ 4. 36

Ueber diese Messzeit verkauften sie rund 1000 Dutzend undlösten dafür zirka fl. 9200; davon erhielten sie fl. 6500 sofort inBaar und zwar fl. 3960 = 360 Ld’or in Gold, das Uebrige in Silber.

Folgendes waren die Verkaufspreise per Dutzend, mit4 % Sconto und 1 °/ 0 Agio:

Mouchoirs: V» Roth und blaue .“fl. 8 1 /*

7* Weissboden.„ 67a

6 / t „ mit Roth . . . 7