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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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An den Zurzacher Messen machten Heinrich Luchsinger& Cie. auch Geschäfte mit italienischen Kaufleuten: so fand sichbeispielsweise eine Rechnung über an der dortigen Pfingstmesse-1798 einem Pietro Malliani von Bergamo verkaufte 185 DutzendChäles ä 1 Ld’or per Dutzend, abzüglich 3% Sconto. Späterhatten sie demselben auch Waren direkt nach Bergamo zu senden,,machten aber damit keine guten Erfahrungen; denn am 5. Sept.1798 schreibt ihnen Malliani (in deutscher Uebersetzung) folgendetragikomische Epistel: „Ich glaube, Sie spotten meiner mit IhrerSendung; die Tücher sind so dünn, dass man damit fischen könnteund die Dessins vom vorigen (!) Jahrhundert. Ich will meinenKredit durch den Verkauf solcher Ware nicht zu Grunde richten,und sage Ihnen, dass sie mir zu keinem Preis anständig sein kann.Sie belieben also, gegen meine Auslagen darüber weitere Ver-fügung zu treffen.“ Wie diese Reklamation erledigt worden ist,darüber schweigen die Akten. —

Auch von der bedeutenden Handelsfirma Jenny & Sch iesser(T. I S. 36) haben sich Briefe und andere Schriften, einige Baum-wolldruckmuster und eine grössere Menge Papierzeichnungen für In-diennes und Möbelstoffe (im Besitze der HH. Präsident B. H. Tschudi-Streiff in Glarus und F. Jenny-Zwicky in Ennenda) aus dem letztenViertel des XVIII. und dem Anfang des XIX. Jahrhunderts vor-gefunden. Wie aus der bezüglichen Korrespondenz hervorgeht,liessen diese Kaufleute die teils aus ihrem Garn gewobenen, teilsin St. Gallen-Appenzell und im Aargau aufgekauften Tücher inGlarus, namentlich aber, was die Indiennes betrifft, im Aargauund wahrscheinlich auch in Basel und Mülhausen im Lohn be-drucken. Die vorliegenden Musterkartellen enthalten je die ver-schiedenen Farbenstellungen eines Dessins, jedoch meistens nurwenige als Stoffrestchen, die übrigen als Papierzeichnungen auf-geklebt. Bei den anscheinend altern Indiennes-Stoffmüsterchenergaben sich 18X16 Fäden auf V 4 franz. Zoll, Zettel und Schussaus ziemlich unregelmässigem Handgespinst, ungefähr No. 24 alt-schweiz. oder No. 28 engl.; die etwas jüngern Muster zeigten19X21 bis 19X22 Fäden aus schönem, regelmässigem, wahrschein-lich englischem Maschinengarn (No. 38 oder No. 40 engl.). Dieerstem wiesen einen hellbödigen Reservage-Artikel auf: Reserve-