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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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an überseeischen Gebieten. Aehnlich ging es im St. Gallischenünd Appenzellischen; nur erfolgte dort der Umschwung wahr-scheinlich etwas später d. h. erst mit dem raschen Niedergangdes Verkehrs mit Frankreich zur Zeit Napoleon I. Auch die Hand-weberei der Ostschweiz nahm die neue Bezeichnung an, wobeiindessen parallel mit den Vierteln bei jeder Breite auch die ge-nauen Angaben in Pariser-Zoll allgemein gebräuchlich wurden;in dem in der Stickereibranche später sich entwickelnden grossenGeschäft mit England und Amerika bürgerten sich daneben natür-lich auch die „Yards“ und „Inches“ ein (vgl. „Tarif No. 2 derOstschweiz. Ausrüster-Genossenschaft“, Herisau 1899).

Der Umstand, dass in den meisten industriegeschichtlichenPublikationen auf jene wechselnde Bedeutung der „Viertel“ keineRücksicht genommen ist, macht viele der darin enthaltenen statisti-schen Angaben etc. unsicher oder unverständlich; wo nichts anderesbemerkt, sind in unserer Abhandlung stets obige Mailänder-Viertelgemeint. Als in den 1850er Jahren die mechanische Weberei über-hand nahm, wurde die Rohbreite der Stücke nicht oder nur unge-nügend erhöht, obwohl die mechanisch gewobene Ware im Bleichenstärker einging. Indem so die Tücher als gebleicht etwas schmälerwurden, gelangten die gebräuchlichen Breiten in eine sehr guteUebereinstimmung mit dem Metersystem; es waren von da an die7/4 als gebleicht (oder überhaupt als fertig) fast genau = 70 cm,die 8/4 = 80 cm, die 10/4 = 100 cm u. s. f. Kleine Abweichungenkamen von Fabrik zu Fabrik und je nach den Absatzgebieten zuallen Zeiten vor; besonders war es schon frühzeitig Sitte ge-worden, die „halben“ oder Zwischenbreiten auf den Verkaufs-etiquetten nach oben abzurunden, indem man beispielsweise die6'/j/4 mit 7/4, die 7V»/4 mit 8/4 und die wirklichen 8/4 mit „8/4veri“ bezeichnete. Später gingen die Jasmasdruckereien noch einenSchritt weiter, indem sie einen ganzen oder sogar 1 1 j 2 Viertelübersprangen, während man umgekehrt in den Mouchoirsfabrikennach der Annahme des Metersystems durch die Schweiz (1. Januar1877) fast allgemein zu den der Wirklichkeit entsprechenden Breite-bezeichnungen, nun in Centimetern ausgedrückt, überging.

Zum Verständnis der später zu machenden statistischen An-gaben lassen wir noch eine Tabelle aus dem Jahr 1867 folgen,

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