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man solches der Aetzfarbe beimischt, die Aetzdrucke grün an-statt gelb erschienen, wodurch eine Bereicherung des Artikels er-zielt war. Die hie und da auch von Tafelschwarz begleiteten Aetz-färben wurden gewöhnlich nicht gewaschen, sondern nur gut aus-gelüftet; sie sollen sich im Eisass erst 1810, in Sachsen 1812 ein-gebürgert haben und fanden hauptsächlich Verwendung im Druckleichter Wollflanelle. Das Mandarinage-Verfahren dürfte in Frank-reich und England älter sein und vielleicht bis ins XVIII. Jahr-hundert zurückreichen ; mit ihm liessen sich besonders auf Seiden-zeugen schöne und eigenartige Effekte erzielen, weshalb es sichbis in die 1840er Jahre im Gebrauch erhalten konnte, währendder Aetzdruck auf Wollflanelle seine Bedeutung schon längst ver-loren hatte und zwar durch:
b) Den Dampffarbendruck. 1 ) - Derselbe verdankt seineEntstehung direkt dem Bestreben, für die Wolle ein besseres alsdie bisher bekannten Druckverfahren ausfindig zu machen. Dieerste Meldung hierüber findet sich in der 1797 erschienenen „Färbe-kunst“ von Bauer oft, indem derselbe berichtet, ein englischerFabrikant habe die Beobachtung gemacht, dass, wenn leichteWoll-stoffe (sog. Cachemires) mit Tafelfarben bedruckt und alsdann,in Papierbogen oder „Mitläufern“ eingewickelt, dem Einflussheisser Wasserdämpfe ausgesetzt würden, die Farben ins Innere-der Wollfaser eindringen und sich innig und waschächt auf ihrbefestigen. Eigene Versuche Bancrofts bewiesen die vollständigeRichtigkeit dieser Entdeckung und es dauerte nicht lange, so nahmdie Anwendung der Dampffarben in England und Schottland be-deutenden Umfang an; auch fand man bald heraus, dass sie sichnicht nur für Wolle und Seide, sondern auch für Baumwollesehr wohl eignen. So berichten denn 1819 einige elsässische Fabri-kanten, welche sich auf Entdeckungsreisen in Grossbrittanien be-fanden, man verstehe sich dort schon seit einer sehr grossenAnzahl von Jahren darauf, Farben auf Wolle und Baumwollevermittelst des Dampfes zu fixieren. Die neue Erfindung verur-sachte nach und nach bedeutende Umwälzungen in der gesamten
l ) Ueber Ursprung und Entwicklung desselben finden sich zuverlässigeNachrichten in Dollfus-Ausset’s „Materiaux“ Bd. 1 S. 107,109, 177,188, 244, 374und in v. Kurrer’s „Druck- und Färbekunst“ (Wien 1850) Bd. III S. 361 u. ff.