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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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um 1863 seinen Austritt nahm, wurde er durch Ratsherr HerkulesWeber in Netstal ersetzt. Die Beteiligten, in Firma Hauser & Weber,versahen es nun mit neuen englischen Spinnmaschinen, gabenaber die Weberei auf. Wenige Jahre darauf gelangte das Geschäftmit der Bezeichnung „Spinnerei an der Burg“ in den alleinigenBesitz von Ratsherr Hauser und wurde von ihm und dann vonseiner Nachlassenschaft fortbetrieben, bis letztere es 1883 HerrnF. Jenny-Zwicky in Ennenda, Besitzer der „Spinnerei & WebereiMollis“, verkauften. _

Indem wir uns nun nach Netstal wenden, begegnen wir derehrwürdigen Gestalt des Jakob Spälty, welcher, im Juli 1775geboren, das seltene Glück erlebte, den 100. Geburtstag inkörperlicher und geistiger Gesundheit feiern zu können, undam 4. Dezember 1875 starb. Wenn derselbe von den alten Zeitenerzählte, bezeichnete er stets seinen nachmaligen SchwiegervaterRudolf Heer in Riedern (S. 236) als denjenigen, welcher imglarnerischen Mittellande die Handweberei eingeführt habe. Schonals Jüngling war er bei demselben als Spinner angestanden, zueiner Zeit da sich die Handspinnerei noch in vollem Gangebefand und die Garne alsdann im Hause Heer’s zu Zetteln zu-sammengelegt und den Handwebern in die Häuser verabfolgtwurden. Zum Vorarbeiter vorgerückt, verheiratete er sich 1802mit der ältesten Tochter seines Brotherrn und gründete um 1805in Netstal ein eigenes gleichartiges Geschäft, das er mit wechselndemErfolg bis Ende der 1830er Jahre fortbetrieb, wobei er von seinerFrau und seinen beiden Söhnen in ihren jüngern Jahren unter-stützt wurde. Was er von den erzeugten Rohtüchern bei denglarnerischenHandelsleuten nicht absetzen konnte, trug er manchesJahr selbst auf dem Rücken (auf einer „Krätze“) nach Lichten-steig, St. Gallen oder Herisau, um sie dort in seine „Gehälter“niederzulegen und dort in passender Zeit zu verkaufen. Wie erspäter erzählte, soll er einst, beim Auf hören der Kontinentalsperre,an einer einzigen solchen Traglast mehrere Dublonen verlorenhaben. Längere Zeit war sein steter Begleiter auf diesen Wande-rungen über Hummelwald, Schönengrund u. s. w. sein SchwagerJohannes Heer, der nachmalige Stifter der Druckfabrik dieses