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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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die Verlassenschaft von Schulvogt Jakob H. (anfänglich noch unterBeteiligung von OberstH.) setzte den Betrieb der „ Weberei Hcitsingen“und der „Weberei Eüti“ als neue Firma Hefti & Cie. weiter fort,unter Leitung des Geschäftes durch die Söhne, die Herren FritzHefti-Jenny (t 1898) und Ulrich Hefti-Stäger. Da erster er aufseinen Reisen einen Einblick in die gewaltige Entwicklung, in wel-cher die Kammgarnweberei seit ungefähr 1875/80 in Deutsch-land begriffen war, gewonnen hatte, scheute er keine Mühen undKosten, auch diesen, übrigens schon von dem Stammgeschäft inkleinem Massstab gepflegten Wollartikel in unserm Lande imGrossen einzubürgern.* *) Nach bedeutenden maschinellen Umände-rungen und Vergrösserungen waren 1895/97 in Hätzingen 173 ge-wöhnliche Tritt- und 87 Jacquardstühle und in Rüti 210 Tritt- und61 Schaft- (Ratieres-) und Wechselstühle, zusammen also 481mittlere und doppelbreite Stühle beschäftigt, auf welchen sowohl fürden Inlandkonsum als auch für Export eine grosse Menge vonMousselines-laine und leichten Flanellen für Druckerei, einfachenund facjonnierten Damenkleiderstoffen, welche die Firma als-dann für ihre Rechnung uni färben liess, weissen und buntfädigenJacquardgeweben sowie extrabreite Baumwolltücher erstellt wur-den. Als in den Kammgarnartikeln, besonders durch den Dingley-Tarif(März 1897) veranlasst, allgemeine Preis-Rückgänge und Kriseneintraten, machten sich dieselben in starkem Masse auch hier fühl-bar. Infolge davon und nach dem frühen Tode des erstgenanntenLeiters trat die Firma Hefti & Cie. in Liquidation; das Geschäftin Rüti wurde in die Aktiengesellschaft „Wollweberei Rüti“umgewandelt und das Etablissement in Hätzingen, nach Verkaufder Innen werke, von dem Stammhause, den Herren Gebrüder Hefti,erworben und für ihre Fabrikation umgestaltet.

Gründer und Förderer der grossen 1889/90 gebauten Spinnerei und Färbereivon Kammgarnen in Gavardo (Aktiengesellschaft Lanificio di Gavardo).

*) Zur Durchführung dieser Umwandlung des Geschäfts engagierte erden im Eisass mit der Kammgarnweberei ebenfalls vertraut gewordenenHerrn Fritz Jenny (Schwiegersohn von Oberst Hefti), welcher sich aber nacheinigen Jahren nach Italien wandte und dort anfänglich an der Gründungund Leitung der Spinnerei Jenny, Barbieri & Cie. in Pordenone (Prov. Yenezia)und dann einige Jahre an der Weberei und Druckerei Blwmer, F. Jenny & Cie.in Aglie beteiligt war.

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