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und Rorschach nach Lindau, von da über verschiedene bairischeund tirolische Gebirgspässe nach Innsbruck und über den Brennernach Brixen und Bozen. Zweimal schwebte er in Lebensgefahr,indem er bei Sturm und Wetter auf Gebirgspässen im Schneestecken blieb. In Bozen findet er „wie in Zurzach“ alles ausser-ordentlich teuer. Zwar betrug das „Marktrechtgeld“ bloss 48 Kr.,umsomehr musste er Miete für ein kleines, immerhin gutgelegenes„Lädeli“ am Marktplatz bezahlen, sowie 1 fl. täglich einem Mess-helfer und Dollmetscher, da er des Italienischen nicht genügendmächtig war. Verkauft wurde, des dortigen schlechten Geldkurseswegen, meistens nicht gegen bar, sondern auf Kredit. Er trafauch zwei andere Glarner dort, nämlich „Lieutenant Glarner“ und„Gabriel Brunner“.
Von 1817 an bereiste sodann der noch jugendliche Joh. RudolfStreiff Oberitalien (Mailand, Reggio, Modena, Parma, Bologna etc.)und erzielte einen stets wachsenden Umsatz. Zur Erleichterungdes Geschäftsverkehrs wurden in der Folge „Depositi“ in GlarnerDruckwaren bei vertrauenswürdigen Kunden in Triest, Modena,Piacenza, Bologna und Livorno angelegt.
Als Bezeichnungen, welche auf eine besondere Verwendunghinweisen, treffen wir in den ersten zwei Dezennien des XIX. Jahr-hunderts neben Indiennes, Mouchoirs und Chäles die „Fichus“oder „Knüpferli“ (Kinderhaistüchel), von welchen man auf 7 / 4oder 8 /i Stücke zwei halbbreite Tüchel nebeneinander druckte,weshalb vier davon auf die Grösse eines gewöhnlichen Tuchesgingen und sie auch „viertüchige“ genannt wurden; ferner die„Halsbinden“, welche man in Tupfen- und Carreauxdessins aufZürcher- und St. Galler-Mousseline druckte und die damals nament-lich in Deutschland guten Absatz fanden. Dieser hübsche Artikeldürfte wohl in appenzellischen und st. gallischen Druckereien zu-erst erzeugt worden sein. Mit „Foulards“ bezeichnete mankrapprote Tüchel, bei denen man nach dem Färben, wie bei denLyoner Seidenfoulards, den weissen Stellen einen blassgelben oderlachsfarbenen Ton verlieh und sie mit weichem Glanzappret aus-rüstete. Von den 1820er Jahren an wurden von vereinzeltenFabriken auch „Meubles“ (einfache Möbelstoffe) geliefert und vonden 1880er Jahren an „Schoossen“ (Schürzendessins).