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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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st. gallischen Geschäftshäusern in Verbindung standen. Ein Briefvom 15. Juli 1843 aus Triest von Kaufmann Friedrich Streiff-Vital, als Leiter der dortigen Filiale, an sein Stammhaus Gebr.Jakob & J. B. Streiff in Glarus gerichtet, gibt über die beabsichtigtedenkwürdige Reise Andreas Heer’s folgende Kunde (wobei wir diebegleitenden Nachrichten, weil in anderer Beziehung interressant,ebenfalls zum Abdruck bringen): „Baumwolle geht hier immerhinunter, wenigstens die Mako, wovon der Vizekönig von A egyptenimmer viel herschickt und jetzt eine Quantität instradieren soll,wie nie da war. Es sollen mehr als 150,000 Zentner herkommen,wofür der Pascha auf hiesigen Jussuf (ein griechisches Bankhaus?)für zirka cfl. 2 1 \ 2 Millionen trassirt hat. 1 ) — Unsere Colli sindjetzt alle fort (an die Messe von Sinigaglia) und zwar sind es 49im Betrag von cfl. 40,000, eine hübsche Summe, die bei demSortiment einen Verkauf von wohl cfl. 25,000 erwarten lässt. Eswerden wohl viel Waren nach Sinigaglia gehen, englische be-sonders, wovon mehrere Schiffe anlangen sollen. —• (Andreas)

*) Cfl. bedeutet Conventionsgulden (ä 60 Kr.). Dieselben bildeten von1748 an die Münzeinheit aller k. österreichischen und verschiedener deutscherStaaten und Reichsstädte und wurden in der Zahl von 20 aus einer KölnischenMark (= rund 234 Gramm) fein Silber geprägt, während es bei der in Süd-und Westdeutschland geltenden rheinischen oder Reichs -Währung 24 traf(vgl. auch S. 269). 1 cfl. entspricht demnach Fr. 2. 60 heutiger Schweizer-währung; das Zw eiguldenstück (= Fr. 5.20), welches man Maria-Theresia-Thaler nannte, wurde allmählig in der Levante und Nordostafrika zueinem der wichtigsten Zahlungsmittel, so dass die Wiener Münzstättedessen Prägung (mit der Jahrzahl 1780) bis in die neuere Zeit fortsetzte..Jene eingangs erwähnten zwei Münzeinheiten wurden durch den deutsch-österreichischen Münzvertrag von 1857 hinfällig, wonach aus einem Z ollpf undoder 500 Gramm fein Silber nun in Oesterreich 45 neue österreichische Silber-gülden (ä Fr. 2. 47), eingeteilt in 100 Neukreuzer, in Süddeutschland dagegen52V, neue Reichsguldm (ä Fr. 2.11'/,), in Preussen und andern norddeutschenStaaten 30 Thaler (ä Fr. 3.70) geprägt wurden. Die neuen österreichischenGoldgulden zeigten genaue Uebereinstimmung mit den Goldfranken, indemein 8 fl.-Stück identisch mit einem 20 Franken-Stück ist, beide 9 / l0 fein,während bei der nun 1892 von Oesterreich-Ungarn angenommenen Kronen-Währung aus 500 Gramm Feingold 83 Zwanzigkronenstücke s / l0 fein geprägtwerden, also 20 Kronen = 21 Franken sind. Vergleichsweise sei noch bei-gefügt, dass (abgesehen von den Silberscheidemünzen) aus 500 Gramm Fein-silber 22 J / S Fünffrankenstücke 9 /io fein (also im Total-Gewicht von 25 Grammper Stück) geprägt werden und dass das Wertverhältnis vom Gold zumSilber in der lateinischen Münzkonvention noch immer auf 1:15 1 /, fixiert ist-