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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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als energischer und weitsichtiger Mann treffliche Dienste und warauch auf allgemein-nationalökonomischem Gebiete thätig. 1 )

In den 1860er Jahren nahm die Firma Johs. Heer, wasZahl der Arbeiter und Produktion an bedruckten Stücken anbe-langt, unter allen glarnerischen Druckereien die erste Stelle einund fasste gegen Ende dieser Periode den Entschluss, in Meis(Kt. St. Gallen) auch eineSpinn-undWebereizu errichten; durchden deutsch-französischen Krieg erlitt die Ausführung einen Auf-schub, so dass dieses grosse Etablissement erst 1875 in Betrieb kam.Inzwischen waren successive auch die Söhne von Fabrikant Schüler,die Herren Oberstlieut. Joh. Schüler - Blumer (1841—1893), Fricl.Schüler-Tschudi (1842—1882), Jakob Schüler-Brunner (geb. 1845)und Dr. Rudolf Schüler (geb. 1847) ins Geschäft getreten; dagegenhatte Herr Rudolf Heer seine zwei Söhne in der Blüte der Jahreverloren. 2 )

Druckfabrik Blumer & Tschudi auf dem Hohlenstein bei Glarus.Wie wir schon bei verschiedenen Gelegenheiten konstatiert haben,trachteten in unserm Ländchen in der aufstrebenden Zeit der1820er und 1830er Jahre öfters Fabrikarbeiter — Farbköche,Drucker oder Stecher — darnach, eigene Betriebe zu gründen undsich zu Fabrikanten aufzuschwingen; so that dies auch ein Joh.Heinrich Blumer, 1781—1859 (Meister Joh. Heinrichs in Glarus),welcher, nachdem er einige Jahre Färber bei Herrn Egidius Trümpygewesen, 1824/5 dicht unterhalb des Etablissements seinesPrinzipalseine kleine Färberei einrichtete und neben Tüchern auch Garneund Strümpfe färbte. Hierauf verband er sich mit Joh. HeinrichTschudi, 1796-1848, der in Russland einiges Vermögen erworbenhatte und 1828 sein Tochtermann wurde; als Firma Blumer & Tschudi

’) 1871 ergriff er die Initiative zur Reorganisation der nach dem Genossen-schaftsprinzip arbeitenden „Steinkohlenkonsum-Gesellschaft Glarus“;auch wirkte er 1872 mit bei der Konstituierung der Gesellschaft „Versiche-rungsverein Zürich“, später „Transport-, bezw. Unfall- und Versicherungs-Aktiengesellschaft Zürich“).

a ) Während die drei altern Teilhaber der Firma ihre Lebensaufgabe fastausschliesslich in der geschäftlichen Thätigkeit erblickten und derselben