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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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massig kurzer Zeit zu bedeutender Ausdehnung und Blüte gelangte.Als der mit ihm verbundene Herr Jean Luchsinger vonSchwanden, wie schon S. 347 Anmerk. 1 erwähnt, schon 1878starb, führte Herr Blumer das Geschäft, anfänglich mit Unter-stützung seines Vaters, weiter und ergänzte es später durch eineBleicherei; vor einigen Jahren übergab er es sodann seinem Bruderund Interessenten (Firma Giovanni Blumer <& Cie.).

Herr Jakob Blumer, Sohn von Fabrikant Mathias, über-nahm anfänglich eine Bleicherei und Färberei in Wollerau, dannals Firma J. Blumer & Cie. in Schindellegi eine kleine Baum-wollweberei, welche vor einigen Jahren in den Besitz von HerrnJ. C. Z wicky, früher in Firma Aebly & Zwicky, (S. 261 Anmerk. 2)übergegangen ist.

Druckfabriken in Mollis und Näfels. Wie wir schon S. 187■erwähnt haben, kam um 1828 die lange Zeit leergestandene kleineDruckfabrik „im Jordan“ in Mollis wieder in Gang und zwar durchJoh. Georg Karrer, welcher darin ä fagon türkischrote Tücherätzte. Mach seinem 1843 erfolgten Tode wurde das Geschäft an-fänglich von seiner Witwe betrieben und ging später unter derFirma „Helti & Karrer“ an ihren Schwiegersohn, Kriminal-gerichtspräsident J. Jakob Refti (geb. 1820 in Zusingen) und anihren Sohn Friedrich Karrer (geb. 1834) über, welche ihrerseitsden Betrieb zu Anfang der 1870er Jahre wieder einstellten.

Inzwischen hatte nun auch Näfels seine Baumwolldruekereierhalten, indem 1833 nach vorliegendem Kaufbriefe zwei MolliserBürger, Schreinermeister Joh. Heinrich Gallati, 1795—1875, undBauer Jakob Schindler, Vize-Ratsherr Jakob’s, vom Tagwen Näfelszur Anlegung einer Druckfabrik am „kleinen Linthlein“ den nötigenBoden auf dem rechten Ufer desselben, sowie das nötige Wasser-werk käuflich erwarben und leihweise Boden zum Bleichen und„Spreiten“ erhielten. Dabei wurden sie von 1837 an durch dieGebr. Joh. & Friedr. Paravicini in Glarus (Spinnerei in Schwanden)finanziell unterstützt, weshalb die Firma Paravicini, Gallatin■& Cie. geheissen haben soll. Lange Zeit wollte diese Gründung,in welcher unter wechselnden Besitzern vorzugsweise türkisch-