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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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nur gewisse Kopftücher von Bedeutung. Der Türke trägt alseigentliche Kopfbedeckung den Fes, auch Fez geschrieben, arabischTarbusch, eine schirmlose Wollfilzmütze von der Gestalt einesabgestutzten Kegels und in Farbe stets rot, nach der nicht seltenwechselnden Mode von hellem Gelbscharlach bis zum dunkelsten,blaustichigen Carmoisin varierend (einzig dieDerwische haben graueFes). Die ansehnliche Menge solcher Fes, welche die muhamedani-sche Welt fortwährend benötigt, wird gegenwärtig grösstenteilsvon Spezialfabriken Böhmens und Mährens geliefert. Während nundie vornehmen Türken, wie man sagt zum Schutze des Haarbodens,nur ein (gewöhnlich unsichtbares) leichtes seidenes Mützchen unterdem Fes tragen, windet derjenige der mittlern und untern Stände-stets ein leichtes, buntbedrucktes Tuch um den untern Randdesselben und um Stirn und Schädel, teils um damit der Filz-mütze einen bessern Halt zu geben, teils um mehr Schutz gegendie Sonnenstrahlen zu haben. Diese Festücher oder Männer-turbane im weitern Sinne 1 ) unterscheiden sich nicht wesentlichvon den oben erwähnten gedruckten Frauenturbanen; manchmalsind sie sehr schmal und leicht und heissen Scutarli oder Uescudar;-6 dieser kleinen grellfarbigen Tüchel werden alsdann gewöhnlichaneinander gelassen und um den Kopf gewunden. Eine andere-Art gedruckter dichterer Kopftücher von grossen Dimensionen,soliden Farben und einfachen Dessins sind die Guffieh oder Coffias,mit welchen die Araber im Freien ihren Kopf (samt Fes oderTurban), Hals und Nacken in origineller Weise verhüllen, um sich,vor Sonnenglut, Staub oder Wind zu schützen.

Was nun die christlichen Völkerschaften anbelangt, die-vom „goldenen Horn“ aus regiert werden bezw. wurden, so w r ar

*) Der Turban im engern Sinne, welcher aus einem weissen oder helluni-gefärbten, auch wohl mit Stickereien verzierten, sehr langen Stückvon möglichst leichtem Baumwoll- oder Seidenstoff besteht und entwederohne Fes getragen wird oder letztem in dicken Bauschen kürbisartig bisfast zur Spitze umschliesst, wird von verschiedenen muhamedanischenVölkerschaften Asiens und Afrikas noch heute getragen; bei den Türkensieht man ihn nur noch ausnahmsweise, nämlich weisse bei den Ulemas(der Priesterschaft) und den Hadschis (Bekenner des Islams, welche die Pilger-fahrt nach Mekka gemacht haben) und grüne bei den sogen. Nachkommendes Propheten (d.h. solchen, welche ihre Abstammung vom Propheten ableiten)..