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angelangt wären. 1 ) Gilt ferner der türkischrote Artikel als derInbegriff des Soliden, so verwendeten gegenteils die Yasmasdruckervon Anfang an viele halbsolide und später auch eine Menge garnicht waschbarer Farben. Damit wollen wir nun zur Darstellungder Einführung und der Entwicklung des Yasmasartikels in derglarnerischen Druckerei übergehen.
Wie die Wolltücher (S. 405) so wurden in frühem Zeitenim Orient auch die gangbaren Baumwoll-, Leinen- und Seiden-waren im Lande selbst erzeugt und zwar z. T. in ausserordent-lich feinen und leichten Qualitäten. Handelte es sich dabei vor-wiegend um weisse, uni-gefärbte, gestickte 2 ) und buntgewobeneStoffe, so fehlten doch auch mit dem Pinsel gemalte oder mitHolzmodeln gedruckte Baumwolltücher nicht, und zwar sowohlIndigo- und Krappgenres als auch buntfarbige mit direktemDruck. Während die Verfahren für erstere im wesentlichen mitden S. 35-40 mitgeteilten, in Alt-Indien üblichen überein stimmten(mit dem Unterschiede, dass dabei gemäss S. 12-14 roh gearbeiteteHolzmodelle schon seit Jahrhunderten Verwendung fanden), konntesich der Verf. über die Natur der direkt aufgepinselten Farbenbis jetzt keine absolut sichere Auskunft verschaffen. Wie GlarnerKaufleute dem Verf. versicherten, sah man noch zu Anfang der1860er Jahre im Bazar zu Konstantinopel hie und da einen Griechenoder Armenier damit beschäftigt, mittelst Holzmodeln den Vor-druck einer Zeichnung auf gebleichte (englische) Mousselines zudrucken, die zuvor in, einem einzelnen Tuche entsprechende Ab-teilungen zerschnitten worden waren; die Tücher wurden in dieHäuser vertragen, wo griechische und armenische Mädchen schön
*) Erst Ende der 1870er Jahre d. b. nach der Einführung des neuenabgekürzten and milden Färbe-, bezw. Druckverfahrens mittelst künstlichemAlizarin etc. haben schottische Fabriken begonnen, türkischrote und ali-zarinrote „Flörli“ (Rotboden mit Rosa und Weiss oder Aetzgelb) in denHandel zu bringen, leider zu Preisen, die es dem schweizerischen Fabri-kanten nicht erlauben, bei dem an manchen Plätzen nicht unbedeutendenVerschleiss in Konkurrenz zu treten.
2 ) Bemerkenswert sind u. A. diejenigen, auch heutzutage noch imOrient angefertigten farbigen Stickereien, welche auf beiden Seiten desStickbodens genau gleich aussehen, was eine besondere Geschicklichkeitbei der Herstellung voraussetzt.