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kann er auch wohl zu einem schmalen Lendentuch zusammen-schrumpfen und heisst dann englisch - indisch „Langgoti “. DasManteltuch ist 1—P/ 2 (selten 3) Yards breit und 3—6 oder nochmehr Yards lang d. h. meistens 2—3 mal so lang als breit, ge-wöhnlich baumwollen, selten halb- oder ganzseiden, oft ver-schiedenartig verziert, wobei an die Solidität der Farben kein sostrenger Maßstab angelegt wird. Der Gürtel (englisch-indischKummerbund) zum Einschnüren des Hemdes und etwa auch desSchurzes besteht gewöhnlich aus einem 10—15 Inches breiten und3—6 Yards langen weissen oder bunten Tuche.
Noch etwas mehr Interesse als diese ungenähten Bekleidungs-stücke der Männer bietet der „Sari“ (englisch Saree) oder das ent-sprechende Wickelgewand der Frauen, welches noch heutevon den Indierinnen aller Stände häufig getragen wird und oftgenug die einzige Hülle derselben ausmacht. Der Sari bestehtaus nur einem weissen oder farbigen Stück Baumwolltuch (inden höhern Ständen oft aus feinster Baumwoll-Mousseline mit ein-gewobenen Bildern — figured muslins — oder aus Seide, selteneraus Wolle); er weist jedoch eine durchschnittlich erheblich grössereLänge als der Dhotis, nämlich von 3—9 Yards auf eine Breitevon 1—P/ 2 Yards, auf. Da er, von Prunkstücken abgesehen, öftersgewaschen wird, sollen die zum Bedrucken oder Einweben ver-wendeten Farben in der Regel acht sein. Die Indierinnen ver-stehen sich nun darauf, dieses an sich so einfache Gewand mitgrosser natürlicher Anmut umzulegen, indem sie es in schönenFalten und Schleifen um die Lenden und die Beine (oft bis aufdie Knöchel hinab), dann um Oberkörper, Schultern und Oberarmewinden und schliesslich nach Belieben auch über den Kopf ziehen.Dazu werden manchmal Gürtel und Schnallen und ein kurzesLeibchen getragen. Wenn die Frauen und Mädchen den Sari nichtüber den Kopf und den Hals ziehen, so bedecken sie diese Körper-teile gern mit buntgedruckten baumwollenen Kerchiefs oder wieman häufiger sagt Handkerchiefs, meistens in der Grösse von 24bis 28 Inches im Geviert. Die Frauen der niedern Stände legenbei der Arbeit (und stets ebenso auch die Bajaderen) den Sarinur als Schurz um, genau wie die Männer den Dhotis.