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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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liehe Vertretung von zwei Mitgliedern im Bank-Ausschüsse anzu-bieten. Ein bezügliches Abkommen kam dann auch zu Stande,sodass das Aktienkapital seither 2 1 / 4 Millionen Franken beträgtund der Staat daran mit einem Fünftel d. h. 900 Stück ä Fr. 500beteiligt ist. Auch die Notenemission erhöhte man jeweilen inentsprechender Weise; nach Erlass des eidgenössischen Banknoten-gesetzes von 1881 wurde dagegen die Liquidation dieses Geschäfts-zweiges beschlossen und so dem Institut der Charakter einer reinenHandelsbank gegeben bezw. erhalten.

Beim „Brande von Glarus“ vom 10./11. Mai 1861, welcher:2 / 3 des Hauptortes in Schutt und Asche legte, verbrannte auch•das Bankgebäude 1 ); da jedoch Wertschriften, Barschaft u. s. w.teils gerettet wurden, teils sich nachher in dem feuersichern Ge-wölbe unversehrt vorfanden, so war der Verlust der Bank nur•ein unbedeutender; sie verlegte ihren Sitz bis zum Wiederaufbauin das Haus von Herrn F. Jenny-Zwicky in Ennenda , da derselbeihr nebst den nötigen Bureau-Zimmern auch ein feuerfestes Ge-wölbe zur Verfügung stellen konnte.

Inzwischen hatte man schon seit einiger Zeit auch von derGründung eines zweiten Bankinstituts auf Aktien gesprochen, dasnamentlich die Vermittlung der finanziellen Bedürfnisse des Hand-werkerstandes an die Hand nehmen sollte. Die Idee ging vondem Ende der 1850er Jahre konstituierten „Handwerks- und■Gewerbsvereins“ in Glarus aus; die während des amerikanischenXrieges sich einstellende allgemeine Geldknappheit und die in-folge des „Brandes“ auch lokal stark gesteigerten Geldbedürfnissebrachten das Projekt 1862/63 zur Reife. Die Eröffnung der An-

1863 steht zu lesen, Appellationsrichter Müller ziehe seinen Antrag aufGründung einer Kantonalbank zurück, da das Abkommen mit der „Bank in•Glarus “ befriedigend sei und dem Staat ein Benefiz von zirka Fr. 50,000sichere, was auf die Kapitalisierung einer Aktie auf Fr. 600 schliessen lässt,ein Ansatz, der sich bis in die neuere Zeit unverändert erhielt. Auch schonder Bankbericht vom 19. April 1858 nennt die Wertierung von 580 als „be-deutend unter dem Tageskurse.“

*) „Ein „Glück im Unglück“ war, dass alle vier an der Peripherie desHauptortes gelegenen Druckfabriken vom verzehrenden Element verschontblieben, so dass wenigstens in den Verdienstverhältnissen gar keine Stockung■eintrat.