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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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683
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Somit scheint daraus ein Inlandkonsum an verarbeiteter

Baumwolle von. 124 540Mztm.

zu folgen. Wir haben aber noch zu berücksichtigen:einen jährlichen Ueberschuss der Ausfuhr über dieEinfuhr in halbseidenen Geweben und Bändern von7 000 Mztr. Nehmen wir an, dass 1 / 3 dieses Ge-wichts auf die Baumwolle kommt, so müssen wir zur

Folge dessen abziehen. 2 340 „

und es verbleibt für die Gegenwart ein Inland-konsum an verarbeiteter Baumwolle (Baum-

woll-Fabrikaten) von. 122 200 Mztr.

oder rund 3' 2 / 3 Kilos auf den Kopf der Bevölkerung (von 3,327.207Seelen pro 1900). •

Berücksichtigen wir

1. dass gewisse, nicht genau zu bestimmende Mengen von Baumwolle(Stückenden, Lumpen und andere Abfälle) schliesslich in die Papier-mühlen wandern und auch die Woll-Industrie etwas Baumwolle zurBeimischung braucht, dass aber in beiden Fällen bei den End-Produktendieser Art die Einfuhr gegenüber der Ausfuhr vorherrscht (was.einer Vermehrung des Inlandkonsums gleichkommt);

2. dass die Baumwollgewebe in der Schlichte (als roh) oder in derAppretur (als veredelt) einige Prozent beschwert werden und dass,,weil bei denselben die Ausfuhr vorherrcht, der Anteil des Inland-konsums dadurch entsprechend geschmälert, erscheint,

so kommen wir zum Schlüsse, dass wir bei obiger Berechnung des Inland-konsums von Baumwoll-Fabrikaten jedenfalls eher etwas unter der Wirk-lichkeit geblieben sind.

Angenommen, dass man alle 122 200 Mztr. in der Schweiz kon-sumierte Fabrikate auch im Lande selbst herstellen könnte, würdendamit 57 %, also mehr als die Hälfte der netto-eingefiihrten 213 940 Mztr.roher Baumwolle aufgezehrt, während man sonst geneigt ist, die schwei-zerische Baumwoll-Industrie als vom Export in viel stärkerem Masse ab-hängig zu betrachten; fragen wir nach den bezüglichen Werten, so stelltes sich allerdings heraus, dass sich das Verhältnis bedeutend zu Ungunstendes Landeskonsums verschiebt, da eben speziell die grossen, zum weit über-wiegenden Teil zur Ausfuhr gelangenden Posten an Stickereien sehr-hohe Werte repräsentieren.

Noch fügen wir bei, dass eine in der S. 680 erwähnten Spezial-publikation angestellte Berechnung des Indlandkonsums der Schweiz anBaumwoll-Fabrikaten für das Jahr 1888 nur auf einen Betrag von 2,34 Kilos,auf den Kopf der Bevölkerung kam, während man damals in England,einen solchen von 3,4 Kilos annahm.

Berechnet man die Netto-Einfuhr der nach der Schweiz eingeführten,und somit in derselben industriell verarbeiteten Baumwolle (inkl..