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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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-ehemals (gemäss S. 534) bloss 5 % vom Gesamten ausmachten,während heute diejenigen der Woll- und Seidenindustrie wahr-scheinlich 8000 Mztr. übersteigen und diejenigen der Eisenwerk-stätten auf 15,000 Mztr. veranschlagt werden dürfen. Im Einklangdamit steht die S. 568 erwähnte Thatsache, dass sich die Einfuhrvon Steinkohlen und Koks seither ungefähr verdoppelt hat.

Ein wesentlich anderes Bild erhalten wir, wenn wir nachden erzeugten Werten fragen, da es sich dabei herausstellt, dassdieselben im Allgemeinen durch den Rückgang in den Preisen•aller Textilwaren bedeutend gesunken sind und dass im Beson-dern der Ausfall bei der Druckerei ein sehr schwer wiegenderist, weil sie die oberste Stufe von mehreren Fabrikationsprozessendarstellt, und deshalb bei ihr relativ hohe Werte pro Gewichts-einheit in Betracht kommen. Nicht besser verhält es sich mitden durch die Industrieen gebotenen Arbeitsgelegenheiten.Erwägt man die nimmer ruhenden Fortschritte der Technik, diezum nicht geringen Teil auf fortgesetzte Zurückdrängung der Hand-arbeit hinauslaufen, so muss man schon mit Befriedigung regi-strieren, dass in der Baumwoll-Spinnerei und -Weberei (gemässS. 689) wenigstens keine Reduktion in der Arbeiterzahl notwendigwurde; umso [weniger darf man sich aber wundern, dass dieweiter oben berührten, für Glarus neuern Industrieen in denjenigenOrtschaften, wo bisher die Druckerei die Haupterwerbsquelle bildete,den in dieser Beziehung enormen Ausfall nicht auszugleichen ver-mochten. Können war aus diesen Gründen die gegenwärtigenVerdienstverhältnisse im Unter- und Hinterland als durchausnormale bezeichnen, so ist dagegen im Mittelland (Glarus ,Ennenda und Netstal ) noch eine bedauerliche Lücke vorhanden,besonders betreffend Arbeitsgelegenheiten für die Männer; (inBezug auf die Frauen möchte eher tadelnd hervorgehoben werden,•dass man im Mittellande von Seite derjenigen Webereien, welcheetwas abseits von den Ortschaften liegen, nicht selten sogar Klagenüber Arbeitermangel hört). Erleichternd wirkt der Umstand,dass in den für die Industrie günstigen Zeiten auch das H and werksich kräftig entwickelt hat und nun auf eigenen Füssen stehtd.h. den Absatz nötigenfalls ausserhalb unserer Grenzen zu suchenund zu finden versteht. So zählen wir namentlich in Glarus