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Handel und Industrie des Kantons Glarus : geschichtlich dargestellt / Adolf Jenny-Trümpy
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relativ grosse Steuervermögen und die davon zum grossenTeil abhängige staatliche Fürsorge auf den kulturellen undhumanen Gebieten, dann das stark entwickelte Krankenkassen-wesen, die Vermehrung der „Gemeindewerke“ in einigen vonder Krisis betroffenen Gemeinden sowie die nie versiegende Privat-wohlthätigkeit über manche Not hinweggeholfen; nie und nimmerkönnen jedoch diese Faktoren die normalen Arbeitsgelegenheitenersetzen. Werden auch die Zeiten kaum wieder kommen, wounsere in den bessern Zeiten dicht besiedelte Thalsohle nochmalseinen erheblichen Zuwachs in der Bevölkerung erhalten könnte,,so muss es doch im Wunsche jedes Vaterlandsfreundes liegen,,wenigstens dem langsamen Rückgang derselben Einhalt zu thun,in welcher Hinsicht man nun die Blicke den der Verwirklichungharrenden Elektrizitätswerken zuwendet.

Am Schlüsse angelangt, muss der Verf. gestehen, durchauskein einheitliches Werk geschaffen zu haben. Der Grund davonlag in erster Linie in dem Umstande, dass die Industrieen desGlarnerlandes, durch tausend Fäden mit der übrigen Schweiz unddem Ausland verknüpft, nicht isoliert behandelt werden konnten,,und der Kreis der Beobachtungen sich daher fast von selbst fort-während erweiterte; dass der Verf. schliesslich dazu gelangte, dergesamten schweizerischen Zeugdruckerei — welche zu ver-schiedenen Zeiten üppig grünte und blühte und Früchte trug undnun einem altersschwachen, knorrigen Baume mit nur wenigenjungen Trieben vergleichbar geworden ist — durch eine ausführ-liche Schilderung ein Denkmal zu setzen, möge für die vielen Ab-schweifungen als Entschuldigung dienen. Anderseits war es demVerf. leider nicht möglich, das ganze in der Vorbemerkung zuTeil I entwickelte Programm durchzuführen, und wagt er es auchnicht, die Ergänzung des Fehlenden schon jetzt für eine spätereZeit in Aussicht zu stellen. Am meisten Grund zur Klagehätten wohl diejenigen, bis jetzt die Mehrheit bildenden Leser desGlarner historischen Jahrbuches, die an der Technik kein direktesInteresse nehmen und für welche verschiedene Abschnitte vorlauter Chemie und Mechanik jedenfalls ungeniessbar geworden.