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Erster Band. A - H.
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’Axpoiupevoi — Alba.

sie bei (len in dem Officium abgesungenenHymnen reiche Verwendung fanden. Nochmehr wurden sie Mode, als im Zeitalter derMerowinger und Karolinger die christlichePoesie mit verschwindenden Ausnahmen zurVerskünstelei herabgesunken war: so beiAldhelm in seinen Aenigmata, wo die Versenach doppelter Richtung gelesen einen Sinngaben, bei Sedulius, Venantius Fortunatus ,bes. Rhabanus Maurus. kiiaus.

AKPOQMENOI (audientes), s. Katecliu-menat.

ALBA, s. Kleider, liturgische.

ALBA (EcriWjj tpcoTiuTt-/^ Marti/)'. Bacchikm .), das weisse Gewand, welches demTäufling nach der Taufe angelegt wurde:Zeno Veron. Ep. inv. H ad Fontem: ,infontem quidem nudi demergitis; sed aethe-rea veste vestiti mox inde surgetis 1 ; Lac-tant. Carm. de Resurr.: ,candidus egrediturnitidis exercitus undis. 1 Paulin. Epist. 12:,inde parens sacro (lucit de fonte sacerdos ||infantes niveos corpore, eonle, habitu.‘ Cod.Theodos. de Spectac.: ,quamdiu caelestislumen lavacri imitantia novam sancti bap-tismatis lucem vestimenta testantur. 1 Vgl.Faust. Reg. Epist. ad Paulin., Caesar Arel. \Serm. 15; Paulin. Epist. ad Macar. und an-dere von Ducange i. v. Alba (4) gesammelteStellen. Die A. sollte dem Täufling dieErinnerung an die durch die Taufe gewon-nene Reinheit wach erhalten: Cyrill. Ilie-rosol. Catech. mystag. V; Ambros, de iisqui myster. initiant. c. 3; Hieronym. Ep.ad Fabiolam 128; Chrys. liom. in Ps. 118.Die mit ihr Bekleideten hiessen ÄEuyE'.p.o-v(üvx=t, in albis positi (Act. martyris Ste-phani pp.) oder albat.i (Epitaph. Ceadvall. iregis; Gregor. Turon. de Mirae. I, c. 67u. s. f.). Später heisst die vestis candida Iauch cappa (Conrad. Urspergens. a. 1124)’und chrismale.

Durch Gregor. M. 1. VII. Ind. 1. Ep. 2\scheinen wenigstens damals die Alben auf jKosten der Kirche angeschafft worden zusein, welcher sie auch, nachdem die Tiiuf-!linge sie abgelegt hatten, als Eigenthumverblieben. In der lateinischen Kirche wurde ider Täufling vor, in der griechischen nach ’Empfang der Firmung mit dem Taufkleide !bekleidet ( Cyrill. Hieros. Cat. myst. IV,n. 2), bei gewöhnlichen Taufen von dem ■taufenden Bischof oder Priester seihst (vgl. [Amphiloch, in Vita s. Basilii M.), bei be-sonders feierlichen von einem eigenen Prie-1ster oder Diakon, der den Neophyton dannzum Empfang der Firmung in das consig- 1natorium ahlutorum führte (vgl. Viscontide ritu bapt. 715). Die Worte, mit wel-!chen das Kleid angelegt wurde, gibt dasSacram. Gregor, also an: ,accipe vestem

eandidam et immaculatam quam perferassine macula ante tribunal Domini nostri I.C. Amen. 1 Dass das Gewand eigens be-nedicirt wurde, schliesst Martigny 64 ausAmalar. de offic. I, c. 69, doch kann dieseQuelle des 9. Jahrh. für das an solchenBenedictionen viel ärmere Alterthum nichtsbeweisen.

Man trug die A. auf der blossen Hautund ohne Ueberkleid; eine alte Abbildungdesselben (Fresco im Coemeterium von S.Ponziano, Bosio 131, Taufe Christi, wo einEngel die A. hält) lässt die Form des Klei-des nicht erkennen; eine andere aus dem6. Jahrh. ( Ciampini Vet. Mon. II tab. 5-;vgl. die beistehende Fig.) zeigt ein langes,die ganze Ge-stalt des Neo-i phyten offenbarverhüllendes Ge-wand , welchesohne Zweifeldurch einen Gür-tel zusammenge-halten wurde(Visconti 717).

In der Rege Itrugman es nur achtTage (und zwarTag und Nacht,zu Hause und inder Kirche, s.

Gregor. Turon.

Hist. Franc. V,c. 2), der Sonn-tag , an wel-chem es abge-legt wurde, hiess darum Dominica in albis,sc. depositis. Aus dem Umstand, dass derhl. Antonius, um sich vor dem Richter alsChristen zu erweisen und des Martyriumstheilhaftig zu werden, die A. anzog, schliesstMartigny, dass man in Aegypten die A.zeitlebens trug; es folgt wol nur daraus,dass man sie dort behielt und gelegentlichanlegte. Tm Allgemeinen, wie gesagt, wurdedem Neophyton am achten Tage nach Osterndas Kleid wieder ausgezogen; eine von Vis-conti 745 angezogene Stelle des Jacobus-Diaconus Vit. s. Pelagii lässt annehmen,dass bei den Frauen diess durch die Dia-konissen und in einem eigenen Raume ge-schah.

Die abgelegten Alben wurden in einemeigens dazu geweihten Wasser (vgl. dieOration de benedictione aquae ad albas de-ponendas im Ordo rom .) in dem Sacrariumdes Baptisteriums gewaschen und dann wahr-scheinlich ebendaselbst aufbewahrt. Lupi(Opuse. 120, Faenza 1786) stellt die An-sicht auf, man habe die Alben gewisser-massen als Taufzeugnisso und Warnung ge-gen Apostasie in den Baptisterien zurück-

Fig. 19. Von einem Sarkophagaus Neapel (Ciampini).