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Erster Band. A - H.
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Auferweckungen — Aureola.

§se

Fig. 49*. Sarkophag aus S. Celso in Mailand .

(Bugati Mem. di S. Celso 242, tav. 1) lässtauf der einen Seite des thurmäjmlichen lee-ren Grabes den Engel und die beiden ebenzum Grabe gekommenen Marieen sehen.Die eine der Frauen mit gesenktem Hauptezeigt mit der Rechten auf die vor demGrabe liegenden Leintücher (Joh. 20, 5),während die andere zum Engel emporschaut(Matth . 28, 5). Auf der andern Seite, je-doch mehr im Hintergründe, ist nebst einemandern Apostel der ungläubige Thomas zusehen, der mit dem Finger die SeitenwundeChristi berührt.

Ein von dem oben erwähnten verschie-nes Oelfläschchen der Theodelinde zeigt denauferstandenen Heiland in seiner Verklä-rung, von einer lichten Wolke umschattet,in einem Garten, wie er der Magdalena er-scheint (s. Abbildung Mozzoni VII 79). DieseDarstellung der A. Christi bildet den Ueber-gang zu den mittelalterlichen und modernenCompositionen. münz.

AUFERWECKUNGEN von Todten, abge-sehen von derjenigen des Herrn selbst unddes Lazarus, sind einigemal auf altchrist-lichen Sarko-phagen darge-stellt. So aufeinem Fig. 50wiedergegebe-nen Sarge vonS. Maximin beiMillin Midi de laFrance pl. 66 \wo die Blutflüs-sige , die denSaum des Herrnberührt (s.d.A.),der Synagogen-vorsteher, wel-cher den Herrnum Heilung sei-ner Tochter an-fleht (Matth . 9,

18), und Christus, die Hand nach dem tod-ten Mädchen ausstreckend und es aufrich-tend, dargestellt ist. Andere südgallischeSarkophage geben die Auferweckung derTabitha durch Petrus (s. Tabitha). Aufeinem römischen Sarkophag (Aringhi II 191,ed. Col., II 399 Rom.; Bottari III, tav. 195)sieht man eine bartlose Gestalt, welche inder Rechten den Stab ausstreckt; vor ihrliegt ein nackter Knabe todt, ein andererhat sich schon aufgerichtet. Aringhi glaubthier die Auferweckung des Sohnes der Wittwedurch Elisaeus bez. Elias zu sehen, währendBottari Christus erkennt, dessen verschie-dene Todtenerweckungen hier angedeutetsind. Der bartlose jugendliche Kopf alleinschon beweist die Richtigkeit letzterer Er-klärung. KRAUS.

AUGURIUM, s. Wahrsagerei.

AUREOLA und Nimbus in der christ-lichen Kunst wollen einerseits das Ueber-natürliche im natürlichen Menschen, dieMacht des Geistes im Leiblichen, andern-theils die Herrlichkeit, welche die Heiligenim Himmel umgiebt, ausdrücken. Die ersteAusstrahlung des göttlichen Lichtes, dasden Leib überflutete und über ihn hinaus-strahlte, erwähnt das A. Test. II Mos. 34,29 in dem strahlenden Antlitz des Moses,als er aus Gottes Nähe vom Sinai lierab-kam. Bei der Verklärung auf Tabor (Matth .17, Luc. 9) war die ganze Person Jesu vonGlanz umflossen (xa 6s Ep.axia auxoü iysvsxoXsuxa u>c x6 (piöc). Das Antlitz des Moses war nimbusartig, die Person des Heilandesglorien- oder aureolartig verklärt. Wäh-rend nämlich der eigentliche Nimbus (s.d. A.), wenn auch in verschiedener Ge-staltung, nur das Haupt umgiebt, umfliesstder Glanz der Aureola (auch gloria, o6üa,Schild, im Mittelalter mandorla, Fisch, ve-sica, piscis,. Osterei genannt) die ganze Fi-gur. Die Benennungen gloria und 86£a

sind biblisch(Luc. 9, 30—32:e?6ov ttjv SoäjavauTOÜ ; Joh. 1,14: vidimus glo-riam eius; vgl.11, 40); die Be-zeichung A.,ebenfalls bi-blisch (II Mos.25, 25—30; III37, 27), kommtvon der Gold-farbe, mit derdie Aureole dar-gestellt wurde.Der NameSchild(seutum) ist demLeben des hl.

Fig. 50. Sarkophag aus S. Maximin (nach Millin).