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Caecilia.
Tode hingesunken war. Sfondrati barg diekostbaren Gebeine unter dem neuerrichte-ten Hochaltar seiner Titularkirche und stellteunter demselben die schöne Statue auf, wel-che Stefano Maderno von der Heiligen an -1gefertigt (s. Fig. 87). j
Nachdem de Rossi 1851 die Papstkrypta [entdeckt, musste er erwarten, auch dieGrabstätte der C. zu finden. Er constatirte 'dieselbe in der Tliat in einer bis in dasLuminare mit Schutt angefüllten Krypta jin der unmittelbaren Nähe derselben. Iler;historische Charakter dieser Krypta erhellte jaus den Wandmalereien derselben sowol |als aus den Graffitti’s, welch’ letztere ganz jder Epoche Pasehalis’ entsprechen und die jGeschichte von der Translation der Ge-beine zu bestätigen scheinen. Hie Male-reien gehören verschiedenen Zeiten an. Einederselben, etwa dem 7. Jahrh. angehörend,stellt eine vornehm gekleidete junge Frauin betender Stellung dar, unter ihr einChristuskopf und der 11. Urbanus, in demLuminare die zum Tlieil unbekannten Hei-ligen Polycamus, Sebastianus und Curinus(s. Fig. 88 u. 89). Es kann kaum einemZweifel unterliegen, dass wir es hier mit derCäciliengruft zu tliun haben; fraglich istnur, ob dies von Anfang an die Ruhestätte ider Märtyrin gewesen, oder ob, wie de Rossiund Martiymj annehmen, ihre Gebeine zu- jerst an einem andern Orte beigesetzt wa-ren. Dieser andere Ort wäre kein andererals das Familien-Ilypogeum der Caecilii ge-wesen, er wäre identisch mit der spätemPapstkrypta, aus welcher Callistus fs. d. A.und beistehende Abbildung nach einem Fomlod’oro) die Gebeine nach der benachbartenKrypta gebracht hätte, aus welcher sie Pa-
schalis übertrug. Figur 86 giebt ein Bildder präsumptiven ersten Beisetzungsstätte,so wie sie sich jetzt darstellt.
Dass das Terrain, welches die Cäcilien-gruft umschliesst, der Familie der Caeciliigehört habe, unterliegt keinem Zweifel.Schon Cicero Tuscul. I 7 weiss, dass dieseGens hier an der Appia ein Besitzthumhatte. Mehrfache epigraphische Funde be-weisen, dass Mitglieder der Gens, heidnischewie christliche, in unmittelbarer Nähe derHeiligen beerdigt waren. Die Annahme istdemnach gestattet, dass die Grabstätte derGens C. der Ausgangspunkt des Coeme-terium Callisti war. Für das Nähere mussauf de Rossi R. S. H, auf Kraus R. S.2. A. 167 f. verwiesen werden. GuerangersSte. Cecile (Paris 1874, Didot) ist ein typo-graphisches, mit reichen Illustrationen ge-schmücktes Prachtwerk, aber ohne wissen-schaftlichen Werth.
Auffallend ist allerdings, dass die römi-schen Goldgläser keine Abbildungen der hl.C. bringen. Die älteste der uns erhaltenen
Fig. 90. Goldglas.
Fig. 89. Krypta der hl. Cacilia.