Auva(j.is oai) — Ehe und eheliche Verhältnisse.
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liehen Gemeinschaft ausschloss (ut se abecclesia cohibeat); die Duumvirn hatten dieSpectacula zu veranstalten und waren da-her in steter Gefahr, dem GötzendienstOpfer zu bringen; daher die Vorschrift, siesollten sich der Communion enthalten. Vgl.Bingham VII 208 f. und den Art. Curialen.
AYNAMI2 0211 oder oa-g 8uvajj.i? auxib, einein der Beschreibung der liturgischen Feierbei lustin. Apol. II 98 vorkommende Phrase,die vielfach, wenn auch mit Unrecht, ineinem die priesterliche Gewalt einschränken-den Sinne aufgefasst wurde. Vgl. über dieControverse Bingham II 354 f., V 131.
E.
ECCLESIA (IxxXirjai'a) 1) = conventus, con-vocatio, congregatio, das zusammengerufeneVolk, wie der Brief des Cyrill. Alex, anAurelius und Valentin es definirt und wienoch im MA. Amalarius sagt (De eccl. off.III 2: ecclesia est convocatus populus perministros ecclesiae ab eo qui facit unanimeshabitare in domo); die Versammlung dergläubigen Juden heisst so schon I Maccab.3, 13; der Ausdruck ist dem Alterthumentlehnt: vf]v sxxXirjaiav tls-jow ol ’AfhrpoüoiTrjv auvooov tü>v xaxa xrjV itoXiv ( Ammonius ).Vgl. Ducange-Henschel III 3.
2) Uebertragen (continens pro contento)ist E. = dem Gebäude, welches die ver-sammelten Gläubigen umschliesst. Ducangeglaubt das Wort in diesem Sinne schonI Kor. 11, 20 u. 22 zu finden. Zur ZeitAugustins war die Bezeichnung längst ge-bräuchlich: sicut appellamus ecclesiam ba-silicam qua continetur populus u. s. f. (Ep.157; vgl. Quaest. sup. Levitic. III 57), siefindet sich schon bei Tertull. De idol. c. 7(christianum ab idolis in ecclesiam venire)und Lactant. De mort. persec. 12 (in altoenim eonstituta ecclesia ex palatio videba-tur). Auf Inschriften sehr oft: HübnerInscr. Brit. Christ, n. 130 (175), 216; Inscr.Hisp. dir. 50, 107, 109, 115, 155, 175,184, 172 (EGLESIA).
3) E. ist die Gemeinde der Gläubigen,so ECCLESIA FRATRVM, das an einemOrte bestehende collegium fralrum oder diefraternitas (s. d. A.; vgl. de Rossi R. S.III 512; Kraus R. S. 58 f.). Cyprian Ep.fiß 8 (ed. Ilartel 733) giebt von der E. jeneberühmte Definition: ecclesia plebs sacerdotiadunata et pastori suo grex adhaerens. Dasist die E. an jedem einzelnen Bischofssitze,dann übertragen aber auch die Gemeinschaftder katholischen Christen auf der ganzenErde (s. Kirche).
4) E. bezeichnet auch die bischöfliche
oder Kätheilralkirche xax’ iyrpfy. Sobei Procop. De hello Persico II 9 u. 10.Jjn MA. kommt es dann auch vor fürPfarrhaus, Can. Ilibern. bei MartbieAnecd. LV 4, s. Ducange, und für Klo-ster. Die Kathedrale des Bischofs pflegtman im MA. meist E. maior oder E. mater,matrix zu nennen. kraus.
ECCLESIARCH (iv.vlrßidpy-gz) heisst inder griechischen Kirche der Sacristan , dochkommt der Titel 6 pi-fai E. auch für denPatriarchen von CP. vor (Hist. Conc. Flo-rent. XIII 10).
ECCLESIASTICUS. 1) Ein Mitglied derEcclesia, im Gegensatz zum Heiden oderHäretiker, so Hieron. Praef. in Script, eccl.,Ep. 62, 1, in Rufin. II 4. So auch oi h-•/. X 7) g i a 3 x i -x o ( bei Cyrill. Hieros. Cat. XIV4 (al. 7). Andere Beispiele bei Vales. zuBus. H. e. II 25.
2) Ein Geistlicher, gewöhnlich ein in denunteren Weihen stehender: QuotvultdeusDiac. Ep. ad August, in dessen Lib. deHaeresib. Conc. Käsens. 3: die Presbytersollen nicht per quemeumque ecclesiasticum,sed per subdiaconum das Chrisma vom Bi-schof holen lassen. Vgl. Cod. Theod. Dedecurion. XII 1, leg. 49. In diesem Sinnenennt wol auch Eus. II. e. II 25 den Caiuseinen ExxXrjataaxixov dväpa.
3) Clericus ecclesiasticus heisst bei Isidor.Hisp. De eccl. off. II 3 ein seinen Obernrite unterstellter, nicht akephaler Geist-licher.
El’KAINIA, s. Kirchweihe.
EDESSA, s. Schulen, theologische.
EHE und EHELICHE VERHÄLTNISSE.I. Inschriften. 1) Aetas nubilis. DasAlter, in welchem die Mädchen in Italien und Griechenland im Alterthum zur Ehegegeben wurden, war durchschnittlich das15., doch gab das vollendete 12. die zurEhe berechtigende Volljährigkeit (RossbachDie röm. Ehe 417 ff.). Es kam häufig vor,dass die Ehen schon früher, etwa im 10.oder 11. Jahre abgeschlossen wurden, dochtraten die Gattenrechte erst mit dem abge-laufenen 12. Jahre der Frau ein ( Pompo-nius Digg. XXIIf 2—4). Zahlreiche Bei-spiele für die Statistik dieser Altersverhält-nisse aus den Inschriften hat FriedländerSittcngesch. Roms 1 549 ff. gesammelt. Dassdie Mädchen auch bei den alten Christenso frühe, meist zwischen dem 12. und 15.Jahre, verehelicht wurden, haben denn durchepigraphische Belege Cavedoni Dell’ etä