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Erster Band. A - H.
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Glasgefässe.

jetzt im Provinzialmuseum zu Trier , nichtaus jener Fundstätte des Weilers Hochmarkstammen.

Rheinische Funde christlicher Gr.:

I. Goldgläser, a) Die Glaspatene derSammlung Disch, jetzt im British Museum ,gefunden bei S. Severin in Köln , publicirtund beschrieben von Prof. Atts’m Weerth(Jahrb. XXXVI 119—128, Taf. III) undin natürlicher Grösse abgebildet voll deRossi (Bull.

1868, 89 bis91); es isteine flache,runde Schalevon 26 cmDurchmes-ser , wahr-scheinlicheine Patene,wie sie beider hl. Messegebrauchtwurde; vonähnlichenGläsern ha-ben sich dieAbdrücke imKalkbewurfeder LoCuli inden Kata-komben ge-funden {deRossi 1. c.).

Das Mittel-bild , vermuthlich Christus darstel-lend, fehlt; die kleineren Medaillons,in drei concentrischen Kreisen ge-ordnet , sind dem bekannten alt-christlichen Bilderkreis entnommenund symbolisiren durch Darstellun-gen des A. Test. Glaubenslehrender christlichen Offenbarung: aufdem grossem Fragmente Adam undEva, Moses mit dem Stabe, mit wel-chem er Wasser aus dem Felsenschlug; das Opfer Isaaks, vier Dar-stellungen aus der Geschichte desPropheten Jonas, Daniel, ein Löwe,zu Daniel gehörend, und nicht, wieder erste Herausgeber vermuthete,ein Symbol Christi; auf dem klei-nern Fragmente eine Orantc, wahrschein-lich Susanna oder die von Isaias vorher-verkündete jungfräuliche Mutter, wie aufdem Goldglase bei Garrucci Vetri tav. I 3 ;endlich zwei der Knaben im Feuerofen.Besonders wichtig ist diese Patene auchdesshalb, weil sie zuerst und bis jetztallein Auskunft giebt über die zahlrei-chen kleineren Goldgläser, welche zu kleinwaren, um als Gefässböden gedient zuhaben. Die Schale selbst ist von weissem

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Glase, die Medaillons von blauem undgrünem.

b) Hoch unedirtes Fragment derselbenSammlung, jetzt in der Sammlung Basi-lewsky, bei S. Ursula in Köln gefunden,Daniel mit einem Löwen — der anderewar ohne Zweifel auf dem verlornen Stücke— nicht wie im Kataloge der SammlungDisch irrthümlich angegeben, der Evan-gelist Marcus mit dem Löwen (s. d. A.

Daniel). Ne-ben Danielsteht der Er-löser , wel-cher dem Lö-wen diellandauf den Kopflegt.

c) Glas-kästchen, am12.Märzl847vor demOberthor zuNeuss , rechtsvon der Kölner Strasse in einemSteinsarkophage mit unver-branntem Leichnam gefunden.Dasselbe bestand nach demFundbericht (Düsseldorfer Ztg.v. 20. März 1847; Jahrb. desVer. d. Alterthumsfr. im Rheinl.LXIII 106) aus ,fünf an ihrenRändern mit bunter, röthlich-blaugclberFärbung ver-zierten Strei-fen und imSchilde mitGlasmalereiausge-schmücktenGlastafelnvon etwa 6Zoll Breiteund 3 ZollHöhe, mitvier dazu ge-hörigen, un-

gefähr einenZoll breitenGlasstücken,welch letz-tere zum Befestigen der Kanten dieserTäfelchen benutzt gewesen 1 . Leider istdies kostbare Gefäss seitdem gänzlich ver-schollen ; nach mehrfach vorhandenen, nichtganz genauen Zeichnungen hat Prof. Aus niWeerth dasselbe in den Jahrb. d. Ver. d.Alterthumsfr. im Rheinl. LXIII, Tat. i *veröffentlicht und S. 103—113 beschrieben.Auf dem Deckel erblickt man Christus,neben ihm stehen rechts Petrus und Paulus ,durch die Namen bezeichnet. Auf der Vor-

Figf. 223. Kölner Glasboden (jetzt Brit. Mus.).