Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Joseph.

der Taufe Christi (Aringhi I 381) der Hirschdem J.: posteaquam quisque de petra bi-berit, id est, Christi sacramenta susceperit{Augustin. Serm. XCII, fer. 6, p. 3 dom.Quadr.). Dass die christliche Anschauungdiese vier aus dem Felsen fliessenden Strömemit der symbolischen Auffassung des J. inVerbindung brachte, ergiebt sich noch ins-besondere aus dem erwähnten Goldglase{Garrucci Vetri tav. X 8 ), wo die InschriftIORDANES in der untern Abtheilung überdem Lamm auf dem Felsen steht, iieuser.

JOSEPH, Nährvater. Bildwerke, aufdenen unzweifelhaft der hl. J. dargestelltist, Anden sich weder in den Malereien derKatakomben, noch auf den Goldgläsern,und, kaum das eine oder andere Monumentausgenommen, begegnen uns Darstellungendesselben überhaupt nicht vor dem 4. Jahrli.Zudem erscheint er nur in Verbindung mitJesus und Maria in den betreffenden bibli-schen Scenen; allein für sich, wie wir diehl. Jungfrau, die Apostelfürsten, die hhl.Agnes, Laurentius u. A. auf Goldgläsernund Katakombengemählen abgebildet sehen,kommt der hl. J. nicht vor. Eine der älte-sten Darstellungen des frommen Nährvatersfindet sich auf dem Epitaphium der Severaim lateranensischen Museum, welches deIiossi dem 3. Jahrli. zuschreibt. Dort stehtder Heilige bei der Krippe des Heilandes,einen Stab in der Hand, um anzudeuten,dass er von Nazareth gekommen und alsFremdling vergebens ein Obdach in Beth-lehem gesucht habe; die andere Hand breiteter schützend über Maria und das göttlicheKind aus. So ist uns hier in einem ein-fachen , kunstlosen Marmorgraffit der hl.Nährvater in seiner Würde und Bürde dar-gestellt.

Bilder des hl. J. aus dem 4. Jahrli. fin-den sich ausschliesslich auf den Sculpturender Sarkophage und zwar hauptsächlich inzwei Scenen. Das ist zunächst bei der Ge-burt Christi, wo er bald bloss als frommerZuschauer erscheint, seinen Wanderstab oderauch sein Ilandwerksgeräth in der Hand,bald in seiner Eigenschaft als Haupt undBeschützer der hl. Familie die Rechte schir-mend über die Mutter und das Kind aus-streckt. Weiterhin sehen wir ihn wieder-holt bei der Anbetung der Magier. SeineStellung ist dort entweder an der Seite derGottesmutter, oder hinter dem Thronsessel,auf welchem sie die Huldigung der Erst-linge aus dem Ileidenthum für ihr gött-liches Kind entgegennimmt.

Gehören Darstellungen der genanntenbeiden Arten dem 4. und 5. Jahrli. an, sobegegnet uns auf den Mosaiken in S. Ma-ria Maggiore (um 435) der hl. J. in zweineuen Scenen. Die erstere zeigt uns die

Opferung im Tempel; an der Seite der hl.Jungfrau, die das göttliche Kind auf denArmen trägt, steht J. und weist auf dengreisen Simeon und die Prophetin Annahin, die sich ehrfurchtsvoll nahen. Die an-dere stellt die Flucht oder vielmehr dieAnkunft in Aegypten dar, wobei J. mitMaria das Gefolge des Christusknaben bil-det, dem die Einwohner des Landes in feier-lichem Zuge entgegenkommen. In der dor-tigen obern Bilderreihe ist das Mosaik amEnde theilweise zerstört; der sich nieder-beugende Engel, der die Hand zum Redenerhebt, ist wahrscheinlich das Bruchstückeiner dritten Scene, in welcher der Nähr-vater über die übernatürliche MutterschaftMariae belehrt wird, eine Scene, die unsin der Folge besonders auf Elfenbein-schnitzereien wiederholt begegnet.

Auf einer von Hahn veröffentlichten Py-xis von Elfenbein aus dem 6. Jahrli., aufeiner Elfenbeinschnitzerei aus derselbenZeit, die Bandini veröffentlichte, und aufeinigen anderen ähnlichen Arbeiten begeg-net uns eine neue Scene, nämlich die ReiseJosephs und Mariae nach Bethlehem. Diehl. Jungfrausitzt auf einemEsel, der voneinem Engelgeführt wird;

neben ihrschreitet der| lil. Joseph, ehr-furchtsvoll ge-j beugt, einher;

Maria legt ili-j ren Arm, sich. stützend, aufI seine Schulter! (s. unsere Fig.

'• 50). Martignyu. A. haben dasBild irrthüm-, lieh für die; Flucht nach; Aegypten ge-halten, dadoch FI B-60. Heilige Familie auf der Reise■ r , . nach Bethlehem (Elfenbein bei Ban-

j die JJaupfcpcr- <Uni In tab. eburn.).

i son, das Kind,

i fehlt. Das Wiederfinden des Jesusknaben imTempel begegnet uns einigemal auf galli-schen Sarkophagen, unter anderen zu Arles,wo der hl. J., mit dem aufgeschürzten Reise-kleide angethan, den wiodergefundeneii Je-sus seiner Mutter zuführt. Ein Sarkophagin Puy endlich zeigt die doppelte Scene,zunächst die Erscheinung des Engels, derden Nährvater ermahnt, Maria zum Weibezu nehmen; dann die der Vermählung,eine in ihrer Art einzige Zusammenstellung.So bringen uns die Monumente vom 4. bis(>. Jahrli. die sümmtlichen in der heiligen