Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Jünglinge.

zierungen (Aringhi II. S. II 201; Ga mied j• Vetri tav. I 1 , III ®, t0 ); auf einem Gold- 1glase ( Garrucci Vetri tav. I 3 ) sind auchdie Aermel mit Streifen verziert (s. d. A.Clavus). Manchmal fliegen die Bänder derTiara (de Bossi Bull. 1864, 91; Garrucci \Vetri tav. I 1 , 3 ; III 8 , 10 ) entweder um dielGewalt der Flammen, oder um den ventum jroris flantem (Ban. 3, 50) anzudeuten. Auf ieinigen Darstellungen tragen die J. über'der Tunica noch die Cldamys (Abbildungaus dem Lateranmuseum bei Marligng Art. \Ilebreux), die Paenula, die sie auf den Ar-men aufgehoben halten ( Aringhi R. S. II,401; Bottari CLXXXV), oder das auf derBrust mit einer Fibula zusammengehalteneSagum (Aringhi I 619; Bottari LXXXVII;de Bossi Bull. 1864, 47, 48, wenn in letz-term Falle der Brustschmuck nicht eine aneinem Orarium hängende Bulla oder einPhylacterium vorstellen soll). Der Feuer-ofen hat auf dem Gemälde bei Aringhi R. IS. II 189 die Form eines offenen Sarko-!phags, in dem die J. stehen; in dem Ge- jmälde hei Aringhi 1. c. II 249 bilden dieFlammen eine Art Laube um dieselben;.gewöhnlich erblickt man einen viereckigen !gemauerten Ofen nach Art der römischen ;Schmelzöfen, unten mit drei Oeffnungen Izum Heizen, in denen das Feuer sichtbar jist, welches sich in der Regel (Ausnahmen jbei Aringhi R. S. II 279)) auch hoch um jdie J. erhebt, die auf oder theilweise in!dem Ofen stehen. Auf der letztgenannten |Darstellung erblickt man auch einen Knecht,!welcher in gebückter Stellung Feuer zu-1wirft; auf dem Sarkophag bei Aringhi R.S. I 619 einen Mann, der aufrecht stehend Imit einem Stabe das Feuer schürt. j

In einigen Darstellungen sieht man auchden Engel des Herrn, welcher mit den Jüng-lingen in den Feuerofen stieg und bewirkte,dass die Flammen ihnen wie wehender jThauwind vorkamen (Dan. 3, 50). So nach jder Meinung Garrucci’'s (Vetri 13) auf dem !von diesem veröffentlichten Goldglase Tav.

1 3 , sicher aber auf dem Sarkophag beiAringhi R. S. 1 295, auf welchem der En-gel, die Arme übereinander geschlagen,ohne Tiara, in der Mitte steht, während ider eine Jüngling dem dritten, welcher erst'in den Ofen gestossen wird, die Hand reicht.Ferner in einer Lampe aus Africa (Mar-tigng Dick, Art. Ilebreux), auf welcher der |geflügelte Engel hinter den Jünglingen cm-1porragt; einer der J. hält einen (regenstand,,welcher ein musicalisches Instrument zusein scheint, wol eine Anspielung auf das .Loblied, welches sie in den Flammen san- ■gen (Dan. 3, 51 ff'.; s. Fig. 56). Wie aberdie altchristliche Kunst vielfach das Ein-greifen Gottes bei den Wundern des A. Test, jdadurch ausdrückt, dass sie den göttlichen

Erlöser dabei thätig darstellt, so erblicktman auf einem Goldglase (Garrucci Vetritav. I *) Christus, welcher den Stab, dasSymbol seiner Gewalt (s. d. A. Stab) überdie J. im Feuerofen in gleicher Weise, wie

Fig- 56- Lampe aus dein Museum zu Constantine (nachII6ron de Villefosse Mus. arcli. 112).

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über das Wasser der Hochzeit zu Kana,den Gichtbrüchigen und den jungen Tobias,welcher die Heilmittel aus dem Fischenimmt, welche Seencn ausserdem auf jenemGlase dargestellt sind, ausstrockt. Auf einemSarkophage (Bottari Tav. XLI; AringhiR. S. I 333) steht neben dom Feuerofen,zu den Jünglingen sich hinwendend, einnnbärtiger Jüngling unbedeckten Hauptes,mit Tunica und Pallium bokloidet, welcherdie lateinisch segnende rechte Hand erhebt,während die linke eine Rolle hält. Auchin dieser Figur ist wol Christus dargestellt,der, wenn auch mittelbar durch seinenEngel, der wunderbare Erretter der J. war,und in der Rolle seine beseligende Lehre.Dass der Künstler ihn nicht in den Feuer-ofen gestellt hat, entspricht dem Texte derhl. Schrift, nach welcher Gott mittelbardurch den im Feucrofen auch dem Nabu-chodonosor sichtbaren (Dan. 3, 95) Engeldas Wunder wirkte. Bottari vermuthet,diese Figur sei auf Daniel zu deuten, wie