Katakomben.
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fürsten zeitweilig beigesetzt waren ( KrausR. S. 2 135 und Beil. "VII) und deren Grund-riss wir vorstehend (Fig. 72) geben. Fabel-haft sind die Angaben von 174000 Märty-rern und 6 Päpsten, welche die Mönchevon S. Sebastiano hier beigesetzt glauben.Vgl. de Waal Des Apostelfürsten Petrusglorreiche Kuhestätte, ßgsb. 1871, undMarucchi Di un Ipogeo rec. scop. nel Cim.di S. Sebastiano, Roma 1879 (Gemälde mitdem Praesepe, Bull. 1877, 141).
II. An der Via Ardeatina.
5) C. s; Domitillae (ss. Petronillae,Nerei et Achillei) bei Tor Marancia(Bull. 1864, 1865, 1866, 1867, 1868, bes.1873, 1874, 1875, 1879, 1880). Vgl. obenund über die auf dieser IC. aufgedeckteBasilika der hl. Petronilla ß.-E. I 130.
Der IV. Bd. der R. S. soll dies Coeme-tenum behandeln.
6) C. s. Marci et Marcelliani, vondem Martyrolog. Hieronym. erwähnt.
I p- Nicomedis et s. Felicolae, am7. Meilensteine, wo der hl. Nikomedes nachden Act. S. Mer ei et Achill, die hl. Feli-cola beisetzte; noch unaufgedeckt.
8) C. di Nunziatella, ebend., Bull.1877, 136.
III. An der Via Ostiensis.
9) C. Comodillae (Felicis et Ad-auc ti), am 2. Meilensteine, wo die Mär-tyrer Felix und Adauctus beigesetzt waren;Über die Gemälde der über ihm erbautenKapelle Boldetti 543. Vgl. Bull. 1875, 27.
10) C. Pauli Apostoli in praedioLucinae, hinter der Apsis von S. Paolof. 1. m. Sarkophage und Gemälde bei Bosiound Äringhi. Inschriften bei Nicolo Inscr.ant. Basi'l. s. Pauli, Rom. 1654. Ein An-nexum von S. Lucina war das Coemet.s. Timothei (Bold, 543; Aringhi III 3).
11) C. Zononis ad s. Anastasium
ad Aquas Salvias, nahe bei Tre Fon-tane; die Localität noch unsicher. Bull.1869, 88; 1871, 74. _
12) C. al ponticello di s. Paolo,
nahe dom vorigen, unter Innocenz Nilaufgedeckt. Vgl. Bull.. 1869, 83 undD’Aiguebelle L’abbaye des Trois-Fontaines,Lyon 1869. .
13) C. s. Cyriaci, am 7. Meilenstein,nahe dem Tiber, 1715 aufgedeckt. Bol-detti 549. Bull. 1869, 68 f.
14) Dio Gruft der hl. Thekla,Annoxum von S. Paolo. Kleinere Grab-anlagon derselben Gegend bei Bosio unuAringhi libr. III, c. 9.
IV. An der Via Portuensis.
15) C. Pontiani ad Ursum pilea-tum, mit den Gräbern der Märtyrer 1 u-
menius, Milex, Pollio, Abdon und Sennen(s. I 1 f.), zwei der ältesten DarstellungenJesu Christi (II.; Aringhi libr. II, c. 22).Perret III, pl. 53 und 49—59. Bull. 1867,30. 76; 1869, 72.
16) C. s. Felicis s. ad insalsatos(a 1. i n s a 1 a t o s). Boldetti 540.
17) C. s. Iulii Papae, angeblich vonP. Iulius im 4. Jahrh. restaurirt, in denZeiten Boldetti’s besucht; Gemälde derklugen Jungfrauen des Evangeliums (?).
18) C. Generosae ad Sextum Phi-lip pi mit der Grabstätte der Brüder Sim-plicius und Faustinus und ihrer Schwe-ster Beatrix, deren Gebeine 682 nach derBasilika S. M. Maggiore gebracht wurden.Die zu der Katakombe gehörige kleineBasilika wurde in neuester Zeit durch deRossi über dem Wäldchen der ArvalischenBrüder aufgedeckt, auch fanden sich Resteeiner damasischen Inschrift (Bull. 1866,44; 1868, 25; 1869, 1—16). In der Ap-side legte man ein Fresco, Christus zwi-schen vier Heiligen (s. uns. Abb. Fig. 21II p. 23), auf. De Rossi behandelt diesCoemeterium eingehend R. S. III 648—697,wo auch die interessante Frage erörtertist, wie die Christen dazu kamen, geradeüber dem Heiligthum der Arvalischen Brü-der ihre K. anzulegen (vgl. Kraus R. S. 2529 f.).
V. An der Via Aurelia.
19) C. s. Pancratii, Grabstätte des14jährigen Pancratius, der unter Diocle-tian litt, vor Porta s. Pancrazio.
20) C. Calepodii, deren Eingang inder Vigna Lamperini, nicht weit von derVilla Pamfili Doria liegt; in den altenQuellen auch Coemeterium Callisti via Au-relia milliario III genannt, weil P. Callisthier beigesetzt wurde, auch CoemeteriumS. Iulii genannt. Hoch unerforscht.
Schwer controlirbar sind die Angabenüber eine in dieser Gegend 1881 (?) vondem Canonicus Esprit Le Louet neu ent-deckte Katakombe, deren c. 12 ,Kapellen 1angeblich zumeist mit Fresken bedecktsind. Ein langer Gang soll sich von VillaPamfili nach S. Pancrazio hin erstrecken.Doch fehlt es an allen zuverlässigen Nach-richten.
21) C. Lucinae, wo angeblich diehl. Lucina die Gefängnisswärter Petri, Pro-cessus und Martinianus, begrub; auchS. Agatha genannt wegen einer hierdieser Märtyrin durch P. Symmachus ge-weihten Kirche, in den Mirab. Urb. Ro-mae als ad Girulum erwähnt. Boldettiglaubte die K. constatirt zu haben, dochfehlen noch nähere Daten, um ihre Lagezu bestimmen. Lipsius leugnet ihre Exi-stenz.