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Katakomben.
graphischen Ordnung der römischen Kir-chen in dem Turiner Katalog der Quirinalzu sein scheint. Es ist daher wahrschein-lich, dass einige Thatsachen, die sich aufeine der drei genannten Heiligen beziehen,wahr sind, aber fälschlich den andern zu-geschrieben wurden, und dass auch dieörtliche Bezeichnung der Strasse von Ostiadie richtige ist. Uebrigens habe ich andieser Stelle noch gar keine Ueberreste vonirgend einem monumentalen Bau entdeckt.
Vom 10. Meilenstein bis nach Ostia istdie Strecke kurz. Die Jahrbücher und diezum Theil aufgedeckten, zum Theil noch jverborgenen Monumente dieser Kirche jsind sehr bedeutend und beweisen in ihremZusammenhang das hohe Alter und die jhervorragende Stellung der Kirche vonOstia, welche ab immemorabili einen Vor-!rang über die andern suburbicarischenKirchen bewahrte. Einige von Ostia stam-mende Inschriften haben in Bezug auf dieForm der Buchstaben und die Ausdrucks-weise ein ganz besonderes Oepriige undzeigen geradezu Stil und Palaeographieder classischen Zeit. •
Ich füge hier einige aus einer Yer-!gleichung hieronymianischer Codices ge -1schöpfte Nachrichten über Märtyrer die- jser Kirche bei.
XIII K. hoi. In Ostia Aureae.
XVII K. Äug. In civit. Ostia, Hilarini.
V. K. Sept. In Ostia nat. SS. Quia-
riari et Archelai.
XIV K. Nov. In Ostia, Asterii.
XI K. Uec. In civitate Ostia, Demetrii,Honorii.
XI K. Tan. Ostiae nat. SS. Demetriiet Honorati.
Von andern Märtyrern geschieht in denActen der hl. Susanna Erwähnung. Dawird erzählt, dass Claudius, Bräpedigna,Alexander, Cutia und Maximus bei Ostiains .Meer geworfen und hernach von denChristen dieser Stadt hinweggenommen undin der Nähe bestattet wurden (Adon. Mar-tyr. ed. Oiorgi p. 96). Von hoher Be-rühmtheit war die Gruppe der Märtyrer,deren Geschichte in den Acten der hl. Au-rea erzählt wird und die wir theilwoisein den oben angeführten Festkalendernerwähnt finden. Die hl. Aurea soll unterClaudius II gelebt haben, als CyriaeusBischof von Ostia war, der mit Aurea,dem Priester .Maximus und dem DiakonArchelaus viele Heiden bekehrte, unterdiesen eine Schaar mit Taurinus und Hor-culunus an der Spitze, einen TribunenTheodorus und Subinianus. Cyriaeus, Ma-ximus und Archeiaus wurden zugleich mitden Geführten des Taurinus und Ilercu-'lanus inxta nrbein in crypta via ostiensebestattet, Theodorus in- einem eigenen
Grabmal, Sabinianus und Aurea auf demdazu gehörigen Grundstück (kann auchheissen: auf dem Boden desselben Grab-mals) (Act. SS. tom. IV Aug. p. 759 sqq.).Diese hervorragende Gruppe wurde vonI de Magistris behandelt, der bei grosserGelehrsamkeit sich oft zu extravagantenund wenig sichern Ansichten hinneigt.(Vgl. Acta martyrum ad Ostia TiherinaItomae 1790.) Berühmt ist der zu Ostiaerfolgte Tod und das Begräbniss derhl. Monica, die uns vom hl. Augustinuserzählt werden. Der Raum gestattet mirnicht, mich in eine historische und archäo-logische Erörterung zu diesen Fasti vonOstia einzulassen; es sei nur bemerkt,dass die Grabstätten aller dieser Märtyrerund Heiligen bisher noch nicht entdecktwurden. Das Grabmal der hl. Aurea warwahrscheinlich dort, wo sich später dieBasilika erhob, die jetzt innerhalb desneuen Ostia sich befindet. Die Stelle derandern Gediichtnissstätten ist unbekannt,aber die zahlreichen Inschriften, die zuverschiedenen Malen in der Umgebung derantiken Stadt gefunden wurden, weisendort auf das Dasein von christlichen Coe-meterien und Gräbern hin. Da die Boden-beschaffenhoit sich nicht für unterirdischeGrabanlagon eignete, so war die Kryptades Cyriaeus und seiner Gefährten ohneZweifel eine unterirdisch gebaute Cella,und über der Erdo befindliche Areae mitGrabkammern unter oder über der Erde! waren die übrigen Griibor der Christen.Diese Bemerkung findet ihre Bestätigung| durch die hier aufgefundenen Inschriften,[ welche siimmtlich Sarkophagen oder über: der Erde errichteten Grabmülorn ange-hören.
II. Via Ardeatina.
Die geschichtlichen Nachrichten weisenmich auf ein oinziges Coemoterium andieser Strasse hin; es ist dasjenige, wodie hl. Felicola begraben wurde. Aberder christlichen Ilypogecn und Grabstättengab es viel mehr, als uns geschichtlichbekannt sind. So kann ich auf der ViaArdeatina deren etwa vier verzeichnen.Bine wurde von Hosio ,auf den Güternder Kirche der Annunziata 1 oderNunziatella, nicht ganz vier Meilen (rö-mische) von der Stadtmauer des Serviusentfernt, gesehen (s. o. S. 111). Der ge-nannte Forscher, welcher in oin unter-irdisches Cubiciilum liinabstieg, bemerktedarin ein Gemälde des guten Hirten mitdem Schaf auf den Schultern (R. S. 289)-Ungefähr an derselben Stelle fand Hol-detti ein unglücklicherweise sehr verfalle-nes Hypogeum (Osserr. 552). In neuererZeit entdeckte nian bei Anlass von Be-