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Katakomben.
die bedeutendsten derselben sogar in demKatalog der von der römischen Kirche im4. Jahrh. gefeierten Feste aufgezeiehnetwaren und dass auf sie von den Topo-graphieen wegen des Besuches der Pilgerhingewiesen wurde. Im BuchorianischenFestkalender liest man: VI Id. Aug. Se-cundi, Carpophori, Victorini et Severiani(in) Albano. Unter dem gleichen Datum,dem 8. August, gibt uns ein Vergleich derhieronymianischen Recensionen dieselbenNamen, und der Codex Bernensis fügtnoch eine sehr genaue topographische An-gabe bei: Eomae Via Appia, miliario abUrbe XV. Dieser Märtyrer wurde in demvon Boldetti aufgefundenen Coemeteriumbestattet, aber in dem ,Epitome de locisss.‘ zeigt der Topograph, dass im gleichenSanctuarium noch viele andere Heilige be-graben waren: per eandetn civitatem (Al-banam pervenitur) ad ecclesiam S. Senato-ris itbi et Perpetua iacet et innumeri sancti(de Eossi R. S. I, 141). Das Martyro-logium Hieronymi unterlässt die Erwäh-nung dieses Senators nicht, und im CodexBern, lesen wir zum 20. September: inAlbano Senatoris. Unbekannt jedoch istdie hl. Perpetua, sowie die innumeri sancti,mit Ausnahme der vier oben erwähnten.Das Coemeterium, das durch diese Grab-stätten zu einem berühmten Heiligthumwurde, ist sichtbar, aber in sehr wüstemZustand und zum grossen Theil mit Erdeangefüllt. Die historischen Krypten ent-halten etwa aus dem 5. Jahrh. Gemälde,welche römische Märtyrer darstellen (diehl. Petrus, Paulus, Laurentius, Agnes |V|)und über einem doppelten, früher bemaltenBewurf ausgeführt sind (de Ilossi, Bull.180!), 74). Ein Gemälde aus der gleichenZeit zeigt den Erlöser in der Mitte von vierHeiligen, die vielleicht die vier Haupt-martyrer des Ortes darstellen (Garrucci,Storia del arte crist. Tuv. LXXXIX). Einanderes Bild, etwa aus dem 9. Jahrh., stelltdie seligste Jungfrau mit dem hl. Largusdar. Die Anwesenheit dieses Heiligen istdem Umstand zuzuschreiben, dass sein Festam gleichen Tage mit dem der Märtyrervon Albano begangen wurde. Diese Gruppehistorischer und monumentaler Denkwür-digkeiten wurde kurz von de Itossi imangeführten Bulletino (!5 sipp behandeltund in jüngster Zeit von Franconi zumGegenstand architektonischer Studien ge-macht (La catacomba e la basilica costan-tiniana in Albuno. Roma 1877).
Gehen wir auf der gleichen Strasse vor-wärts, so kommen wir nach Aricia, wo sicheinige Grabinschriften aus dem 4. und5. Jahrh. befinden, dagegen keine Spur voneinem Coemeterium und keine geschicht-liche oder urkundliche Erwähnung von den
ersten Jahrhunderten des MA.’s (vgl. deEossi, Bull. cit. 80; 1875,104). Beim 23. Mei-lenstein befand sich die Station ad tres ta-bemas, geadelt durch die Gegenwart desj hl. Apostels Paulus, der auf seiner Reisenach Rom hier durchzog (Act. App. 18,15); 'wahrscheinlich wohnten schon seit denältesten Zeiten Christen hier und bestanddaselbst seit Anfang des 4. Jahrh. ein bi-I schöflicher Sitz (Bull. 1875, 100). Vonj hier führt die Strasse geraden Wegs nachj Terracina. Von hoher Bedeutung ist die\ Kirchengeschichte dieser Stadt und deri umliegenden Orte von dem apostolischenZeitalter an. Da Terracina sich ausser-\ halb jenes Kreises befindet, auf den ich| mich beschränke, muss ich es mit Still-, schweigen übergehen, aber die Wichtig-keit des Gegenstandes veranlasst mich zumVersprechen einer baldigen Beschreibungder historischen und monumentalen Denk-mäler dieser Gegend. Wenn wir umkehren,so treffen wir auf die berühmte Stadt Veli-trae. Hier sind mir ein Sarkophag ( Garr.arte crist. Tav. 374, 4), Inschriften ( Cardi-nali Iscr. Vclit. 192; Matz-Duhn AntikeBildwerke 2534) und das Dasein einesCoemeteriums ,vett. ehristianorum propevillam Borgiam, extra inferiorem portam ci-; vitatis 1 (Cardmali Iscr. Vclit. 209) bekannt.
Setzen wir unsern Weg gegen Rom zufort, so sehen wir zwischen der Via Appiaund der Labicana ein weites Territorium,das einst reich an Städten, Borfschaftenund Villen war, in denen der Samo desEvangeliums ausgestreut wurde und Fruchtbrachte. Nachrichten über diesen Gogen-. staml können bei de Eossi in seinem Bulle-tino 1872 n. 111, IV und 1873 n. III (vgl.mein ,Cimitero di Zotieo 1 durchgohends)gefunden werden, rch beschränke michauf folgende Bemerkungen. Zwischen Bo-villao und Castrimoenium, jetzt Marino,wurden kürzlich Inschriften aufgefunden,von denen eine gewiss christlich ist, dieandern wahrscheinlich auch auf Christensich beziehen, ln einer Vigna finden sichchristliche Ueberreste, die zu einem an-tiken BegriLbnissplutz gehören. In GrottaFerrata erwähnt eine fragmentarische In-schrift des 5. oder 0. Jahrh.’s ein Weihe-geschenk, das von einem Priester Sara-bonus dargebraeht wurde: SALVO FOR-TVNATO EPIS(co/>o), d. h. unter einemFortunatas, der wol Bischof von Tusculumwar (de Eossi Bull. 1872, 111 seep). Andemselben Orte scheint daher eine antikeKirche existirt zu haben. Inist das Vorhandensein einesBegrübnissplatzes angedeutet,deue Grabinschriften in (hmneben der Abtei von Grotta Ferrata zumVorschein kamen (Oim. di Zot. 90).
jeder Weisechristlichenda verschie-Liindcreien