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Zweiter Band. I - Z.
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Katakomben.

geum ist die uralte Grabstätte einer christ-lichen Familie und der auf ihren Güternwohnenden Bauern. Zu den Indizien,welche es im ersten Augenblick der Ent-deckung für ein christliches halten Hessen(de Rosxi Bull. 1876, 32), sind durch dieAusgrabungen ganz sichere Beweise hin-zugekommen. Dieselben haben christlicheInschriften zu Tage gefördert, welche anden Loculi der Gänge des Coemeteriumsangebracht waren.

An der Yia Latina wurde, wie die Mär-tyrer-Acten des hl. Bonifatius erzählen,dieser Heilige von Aglae nach seinerUebertragung von der Stadt Tarsus bei-gesetzt. Die Urkunden geben uns aberkeine genaue Angabe über die Entfernungdieser Grabstätte von Koni.

Beim 30. Meilenstein, nahe bei der Ver-bindung der Via Labicana mit der ViaLatina, stieg Boldetti in ein unterirdischesCoometerium hinab, welches dort den Na-men des hl. Hilarius trägt. Boldetti ent-warf hievon einen sehr ungenauen Planund berichtete, ,es sei ganz entblüsstv on jede m Schmucke und jede rAuszeichnung, mit A u s n a h m e e i-n iger G ob ei nc und einiger Bruch-stücke von M a r m o r‘ ( Bold. (Isserv.566). Im Palast Doria in Yalmontone sindverschiedene Inschriften, welche von einemOrte, la Cavalla genannt, herkominen sol-len, aber aus den Aufzeichnungen des Ma-rini erfahren wir, dass sie aus dem Coe-■meterium des hl. Hilarius stammen, wosie im Jahre 1780 gefunden wurden. DerBegräbnissplatz wurde also in jenem Jahreausgegraben und die nicht geringo Aus-beute von Inschriften beweisst, dass esreicher war, als die Worte Boldetti’s ver-mutlien Hessen. Die erwähnte Ausgrabung :wurde jedoch für das Coemeterium vor-,hängnissvoll, denn die Marniorsteine wur-den ohne jede Sorgfalt von ihrer Stelleweggeiioinmen und ich habe gegründetenVerdacht, dass Bruchstücke und selbstganze Inschriften damals verloren gingen.Das Ilypogeum ist gegenwärtig in einemtraurigen Zustand der Verwüstung undVerlassenheit. Eine regelmässige Ausgra-bung könnte jedoch einigerinassen diesenSchaden ersetzen und würde vielleichteinige Bruchstücke bieten, die geeignetwären, die sehr dunkle Geschichte desOoemeteriunis zu beleuchten (cf. de RossiInscr. Christ. I 147 f.).

V. Via Labicana.

Ein wenig ausserhalb des Grabmals derHelena war das Land stark bevölkert undim 4. Jahrh. Huden wir hier einen bischöf-lichen Sitz mit dem Namen Siibaugustu(Cim. di Zot. 05). Die Einwohner mussten

wol zu ihrem Begräbniss das Coemeteriumder hl. Petrus und Marcellinus auswählen,: aber die Bevölkerung dehnte sich längsder Strasse noch weiter aus und diesemUmstand ist die grosse Entwicklung des! beim 10. Meilenstein befindlichen Coeme-i terium des Zoticus zuzuschreiben. Ich| führe der Ordnung nach die auf die Coe-I meterien dieser Strecke sich beziehendeni Nachrichten an. Der Codex Bernensis desj Mart. Hieronymus hat unter dem 12. Mai■ folgende Latere, (s. de Rossi K. S. III. 22):

; VIA LAVICAN

| miliario sexto

1 Sotheris ■ Iohannis ■

Acillis MaireisAfroditi • Cu aliis •numero • quingentos •quattuor qiiorum! nomina ds seit

' et mogsitis.

Die scheinbare Genauigkeit des Lator-culus scheint mir einige bedeutende Ab-wechslungen zu verbergen; aber gewissist das, dass es sich hier um die Erwäh-nung von Märtyrern handelt, die beim6. Meilenstein der A r ia Labicana bestattetwurden, von deren Ruhestätte ich vergeb-lich Spuren suchte. Vielleicht stammt vonda eine Inschrift, die von Galletti (Cod.Ahit. 7035 f. 103) verzeichnet wurde. Et-was weiter, etwa bei der 7. Meile, wurdeein grosser Sarkophag gefunden, der jetztin der Villa Borghese zu Rom ist und demProsenes, einem mächtigen Freigelassenenunter den ersten Antonini, von seinen ei-genen Freigelassenen gesetzt wurde. Esfehlt darauf das I). M. und jedes ausdrück-lich heidnische Abzeichen. Prosenes warChrist, wie wir aus einer sehr unregel-mässig in eine verborgene Seite des Stei-nes eingehauenen Bemerkung erkennen:PROSENES RECEPTVS Al) DEVMu.s.w.Diese Worte sch rieh einer seiner Freige-lassenen: SC RI PS IT AMPEL I VS LIB (deRossi Inscr. Christ. I, 5; c. I. L. VI, 8408).

Zehn Miglien vor der Stadt befand sichdas Coemeterium S. Zotici , auf dessenschon mehrmals citirto Beschreibung ichden Leser verweise, indem ich hier, demZwecke gemäss, nur ganz wenig darü-ber sagen kann (Cim. di Zotico, Modena1876). Aus den Urkunden ersieht man,dass der hl. Zoticus hier am 10. Februarzugleich mit Amantius, Irenaus und llya-einthus verehrt wurde. In den verschie-denen Reecnsionen des .Martyrol. des Hie-ronymus Hilde ich eine Spur von Wie-derholung dieser Gruppe am folgendenTage und vielleicht auch am 6. Juli. DerZoticus dieses Coemeteriums wird in einerRecension der Acten des Gemahls dor