Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Katakomben.

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Bischofs Alexander veröffentlicht, in wel-chen unter sehr genauen topographischenAngaben der Tod dieses Märtyrers undseine Bestattung an der 20. Meile der Viaj. udia, nahe am vims Baccanensis, sowiep regelmässige Anlage eines christlichen'Cgrabnissplatzes an jener Stelle erzählt'''ird. Dieser vicus ist nichts anderes als( ne statio ad Baccanas hei dem 20. Meilen-stein der Via Cassia, welche in einigenJocumonten mich Via Claudia heisst. Ale-xander war Bischof dieser Station. Nachden Acten litt er unter einem Antoninus,und wir wissen, dass es Caracalla war.oehr kostbare Angaben giebt uns dasgleiche Document in den bis auf uns ge-kommenen Exemplaren, sowie in den vonf.Qo\ zusaminengefassten (Mart. ed. Giorgi,°J9). An der Grabstätte wurde eine Kirchegebaut, cuitis dedicatio X Kal. April, cele-bratu-r. Papst Damasus errichtete demMärtyrer Alexander cri/ptam condupiammul setzte darin dessen Gebeine bei VI Kal.Beeemhr. qnando et festiritatem ei dicavit.Nahe hei Baccano, das auf die antike Sta-tion ad Baccanas folgte, hat man einenBegräbnissplatz entdeckt, in welchem andev Oberfläche der Erde einige Gräberzum Vorschein kamen. In eines derselben"’aron zwei Pilaster von Marmor liinab-gestiirzt, das eine glatt, «las andere miteinem Hebzweig mit Trauben geschmückt,,der mit einem constantinianischen Mono-gramm anfängt und endigt. Dieselben ge-!hörten zu einem uralten Altar, der mit jden Gräbern wahrscheinlich dem Coeme- jteriuin des bl. Alexander angehört. Die-jselben Acten weisen uns auf zwei andere ,Coenieterien oder besser Privat-Grabstät-

ten hin, in deren einer der Märtyrer I ler-

culanus begraben wurde, die andere türden Priester Cresccntianus, den Schreiberjenes Documents, bestimmt war (de Rosst«ull. 1875, 142 ff.). . •

Dio Via triumplialis ging von dem gleich-namigen Thorc «1er servianischen Stadt-mauer, zwischen dem Capitol und «lern"'her aus, durchlief den Campus Martins,s tieg zu dem heutigen Monto Mario hin-.md und erreichte nach kurzem Laufe etwa 1Hebt alte .Meilen von Koni die Via Claudia.}>o Acten der hhl. Eusebius, Vincentius, ieregrinus und Pontianus berichten, «lasss,<! unter Commodus gemartert uml darauf jvom Priester Rufiuus in arenario milia-\tio VI inter vtttm Aitreliam et triumphalem !icgrahon wurden (Holland. Act. SS. t. V.A| 'g. MO).

Dieselbe topographische Bezeichnung^hüpften aus den Acten der Verfasser des•Inrtyrol. Romanum parvum. Ado und«eine Bearbeiter. Boldetti erzählt, manhabe i n der Gampagna, etwas ausserhalb

'der Weingärten des Monte Mario, nichtj weit von der Via Aurclia, ein kleinesI Hypogeum mit einigen bemalten Kapellen1 entdeckt (Oss. 540). Etwas vor derj G. Meile iler Via triumplialis, gerade woj die letzten AVeingärten des Monte Mario; aufhören, rechts an «1er Strasse, ist ein; kleines, halbaufgefiilltes, unterirdischesI Coemeterium sichtbar. Die örtlichen Ver-hältnisse scheinen zu beweisen, dass es! das gleiche mit dem von Boldetti aufge-: fundenen ist. Aber ist es zugleich auch' dasjenige, wo die genannten vier Märtyrer! begraben wurden ? Der bejahenden Ant-; wort steht die Angabe der Acten entgegen,

1 welche «las Arenarium des Eusebius un<l[ seiner Gefährten zwischen die Via Aurelia1 und triumplialis setzen, während dio an-geführte Grabstätte am Rande der letzteni Strasse, aber an der entgegengesetzten| Seite der links liegenden Via Aurelia sich! befindet.

Doch glaube ich nicht, dass dieser Um-stand von besonderm Gewichte sei, dennausser der Entfernung von Rom, dio ganzgenau eintrifft, spricht auch das noch fürJ diese Annahme, «lass das Coemeterium inVerbindung steht mit wirklich daran stos-senden Arenarien und dass es selbst insehr lockere Puzzolanerde eingehauen ist.Zudem folgt die neue Strasse dort viel-leicht nicht genau der Richtung der an-tiken. Sei dem, wie ihm wolle, das Coe-meterium ist allem Anscheine nach einchristliches; da es mit Erde angefüllt ist,sieht man nur einen kurzen Gang, inwelchen andere Gänge, wie auch eineGrabkammer, alle mit Erde angefüllt, ein-nninden. Keine Spur von Inschrift wederauf Marmor, noch auf dem Kalkbewurfder Loculi, ja auch keine Spur der vonBoldetti angedeuteten Gemähte. Auf demFussboden gegenüber der nicht weit ent-fernten Kirche von S. Onofrio bemerkteich zwei kleine, sehr abgenutzte Marmor-fragmente, die in ihrer Zusammensetzungdie drei Buchstaben ACE geben. Es sinddies Ueberrcsto der Formel IN PACEauf einer Grabinschrift, welche wahr-scheinlich vom genannten Coemeteriumherrührt.

XII. Via Aurelia und Cornelia.

Eine vollständige Erörterung aller aufdie kirchlichen Denkstätten an der ViaAurelia sich beziehenden Nachrichtenwürde uns zu weit führen; denn dieselbenbieten viele Schwierigkeiten dar und sindvoll von frrthiimern, welche ein ganzesLabyrinth gebildet haben, aus dem dieKritiker den Ausweg noch nicht völliggefunden haben. Die Kürze, der ich michbetleissen muss, nöthigt mich, bloss die