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Lampen.
geben wordensei; einem ähn-lichen Zweckedienten ja auchvielfach dieGoldgläser.
W eitaus diemeisten L. sindaus Thon ge-brannt ; die aufuns gekomme-nen Bronze-L.sind wol alleaus der nacli-constantini-schen Zeit.
'Wenn Martignybehauptet, aufdenselben kom-me nie der Fischvor, so ist dasunrichtig, wiedie schöne imXenodochiumdesPammachiuszu Porto gefun-dene Bronze-lampe, jetzt imvaticanisclienMuseum, be-weist. Uebri-gens hat man inden Katakom-ben auch, wenn-gleich selten, L.von Silber ge-funden, xm&Bol-cletti entdeckte sogar eine aus Bernstein.
Im Grabe der Gemahlin des Ilonorius,
Maria, fand sich ausser andern Kunst-artikeln eine Lampe in Form einer Mu-schel aus Gold und Krystall gefertigt, miteinem Deckelchen in Gestalt einer golde-nen Fliege, eine ungemein zierliche Arbeit.
Gleich den heidnischen L. haben diechristlichen durchgehends die Form einesSchiffchens (navicella), mit einer Schnauzevorne für den Docht, und gegenüber derHandgriff, der auf den Exemplaren deraltern Zeit mit einer Oese versehen, in derspätem Zeit massiv und kürzer ist (vgl.Bull. 1881, 116 und Le Blant D’une Lampepaienne etc. Rev. archeolog. 1875; p. 4).Dieselbe Form besteht noch heute für dieBlechlämpchen, deren sich die Römer beiIlluminationen bedienen, sowie für die L.,welche die Fuhrleute, die aus der Pozzo-langrube die Erde holen, unter ihren Kar-ren hängen haben. Die obere Fläche derL. war vertieft und hatte eine oder zweiOeffnungen, um das Oel einzuschütten.Unter den Thon-L. haben einige wenigeeine besondere Form, z. B. die eines Fi-
Fig. 111. Bronzelampe in den Uffizien zu Florenz.
sches. eines Fus-ses u. dgl. Daschristliche Mu-seum des Vati-cans und daskircherianischebewahren L. ausden Katakom-ben zu zwei undmehr Flammen,jedoch meinesWissens ohnebesonderechristlicheKennzeichen.Eine gewisseKlasse vonTerracotta-L.,die ihrer Arbeitnach dem 3.Jahrh. angehö-ren , trägt mitYorliebe dasBild des gutenHirten und aufder Unterflächedie BuchstabenANNI SER[(AnniuSfServia-nus oder Sere-nus, Servandus,Sergianus) ; dieFirma bestandin Ostia; sie lie-ferte auch L.mit heidnischenEmblemen, so
dass hier entweder ein Confessionswechselder Fabrikanten oder die Thatsache vor-liegt, dass für Heiden und Christen gleich-zeitig gearbeitet wurde (vgl. Le BlantD’une Lampe paienne post la marqueANNISER, Rev. archeologique 1875. DeKossi Bull. 1863, 79—84. 88)]. Die Bronze-L. haben meist eine grössere Form undeine rauhere Ausführung; der Handgriffist mit Yorliebe durch das kranzumschlun-gene Monogramm Christi gebildet, oderdurch den Kopf der Schlange aus demParadiese, mit dem siegreichen Namens-zuge des Herrn darüber. Die vorhin er-wähnte aus Porto stellt der Schlange mitder verderblichen Frucht vorne bei derFlamme einen ty&oj mit einem Brode imMunde entgegen, um in sinnigster Weiseanzudeuten, dass im eucharistischen Mahleuns das Antidoton gegen die tödlichenWirkungen des Sündenfalles im Paradiesegeboten sei.
Ein so fein durchdachtes Bildwerk wieauf der eben erwähnten Lampe findet siehauf den einfachem Thon-L. nicht; die mei-sten haben keinerlei figürliche Darstellung-
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