Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Peotorale — Pelikan.

liehe Begrüssungsformel ,Dominus vobis-cum‘ (6 Kupioj pell’ up.ü>v) findet sich inden orientalischen Liturgieen nicht, aus-genommen in einer (wahrscheinlich aberinterpolirten) Stelle der Liturg. s. Marci:Dominus sit semper cum Omnibus nobis.Für den gegenseitigen Begrüssungsacthaben die Constit. apostol. VIII 5 undChrysost. Hom. 3 in Col. die Bezeichnung:

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Die biblische Begrüssungformel P. v.(vobiscum) ging übrigens auch in den Ge-brauch der occidentalischen Kirchen über.Opiat. Mil. De schism. Donat. III schreibtgegen die donatistischenBischöfe: non po-tuistis praetermittere, quod legitimum est.Utique dixistis: pax yobiscum! Quid sa-lutas, de quo non liabes ? etc. AehnlichAugustin. Ep. 165: quid perversius et in-sanius, quam lectoribus, easdem epistolaslegentibus, dicere: pax tecum! et ab ea-rum eeelesiarum pace separare, quibusipsae epistolae scriptae sunt? Auch Am-bros. De dignit. sacerd. § 2 kennt diesenliturgischen Gruss, indem er schreibt: pro-nunciat . . . episcopus huiusmodi ad po-pulum dicens: pax vohis. In der africa-nischen Kirche scheinen auch die Leeto-ren vor der Lesung der Schriftstücke dasYolk mit P. v. begrüsst zu haben; wenig-stens bezieht darauf der gelehrte Alba-spinaeus die Worte Cyprians bezüglicheines neugeweihten Lectors: auspicatusest pacem, dum dedicat lectionem ( Cypr.Ep. 33, al. 38, ad cler. Carthag.). Aberschon die grosse Synode von Hippo (393)setzte in c. 1 der zweiten Canonesreihe jfest, dass die Lectoren die Grussformel!an das Volk nicht sprechen dürften. That-,Sache ist, dass in den occidentalischen Li-,turgieen (die gallicanische ausgenommen)die Formel ,Dominus vobiscum 1 den Vor-rang vor dem ,P. v. 1 erhielt. Die Disci-plina arcani mochte Ursache gewesen sein,dass man, und zwar im Occident strenger jals im Orient, den hl. Friedensgruss des IHerrn: der Friede sei mit euch! durchBeschränkung seines Gebrauchs vor Pro -1fanationen schützen wollte; vielleicht warcs aber auch eine gewisse Reverenz gegendes Herrn Wort, welche das P. v. durchDominus vobiscum ersetzte. Ein historisch :sicherer Grund dafür, wie und warum im !Abendland das P. v. mehr und mehr durch idas Dominus vobiscum verdrängt wurde,lässt sich schwer angeben. Gewiss ist jaber, dass letztere Salutationsformel schon 1lange vor dem 6. Jahrh. vorherrschend imliturgischen Gebrauch der abendländischen iKirchen war, denn nur unter dieser Vor-jaussetzung erklären sich die Worte desConcils von Braga (561) gegen die Pris-cillianisten, welche verlangten, dass die

Priester sich nur der Formel Dominusvobiscum bedienen, die Bischöfe aber aus-schliesslich mit P. v. grossen sollten. Demgegenüber beruft sich das Conc. Bracar. I,c. 21 auf den altehrwürdigen Gebrauchdes Dominus vobiscum und verordnet: pla-cuit, ut non aliter episcopi et aliter pres-byteri populum, sed uno modo salutentdicentes: Dominus sit vobiscum, sicut inlibro Ruth legitur, et ut respondeatur apopulo: et cum spiritu tuo, sicut et ab ipsisapostolis traditum omnis retinet Oriens(die östlich von Spanien und Portugalgelegenen Länder) et non sicut Priscil-liana pravitas immutavit. Dieser Beschlusswollte und konnte nicht Ausnahmen auf-lieben wollen, welche in rechtgläubigenKirchen auf alte Gewohnheitsrechte sichstützten. Und so finden wir z. B. in einemBriefe des Papstes Leo VII vom J. 937(bei Martine De antiq. eccl. rit. II 4, art. 3)den Gebrauch der römischen Kirche ge-schildert, wonach der Bischof ,in domini-cis diebus et in praeeipuis festivitatibusatque Sanctorum natalitiis 1 das Gloria inexcelsis Deo mit dem P. v. sprach, aber,in diebus Quadragesimae et in quattuortemporibus sive in vigiliis Sanctorum etin reliquis ieiuniorum diebus 1 mit Domi-nus vobiscum grüsste. Der Gross P. v.war nach dem Ordo Rom. XIV 79 auchein Privilegium für die als Dies festivi-tatis und laetitiae angesehenen Sonntage,Gaudete‘ (Advent) und ,Laetare 1 (Quadra-gesima). Bis heute blieb es Praxis derrömischen Kirche, dass die Bischöfe beider Messe Einmal und zwar nach demGloria und vor der Collecte das Yolk mitP. v. begrüssen, — ein Gruss, der sichaus den Anfangsworten des englischenHymnus ,Gloria in excelsis Deo et in terrapax hominibus bonae voluntatis 1 gleichsamvon selbst ergiebt, aber von Martine, Ga-vanti u. A. dahin gedeutet wird, dass mitdem P. v. der Bischof in seiner Gemeindeals der Stellvertreter Christi selbst auf-trete. Fällt in der Messe das Gloria aus,so bedient sich auch der Bischof der Be-grüssung mit Dominus vobiscum. S. Mar-tine 1. c.; Gavanti Thesaur. sacr. rit. I77 sqq.; Bona Rer. lit. II 5; Bened. XIVDe s. missae sacrif. II 4. krüll.

PECTORALE, s. Enkolpien I 419 unddazu Garrucci Storia YI 42.

PEDILAVIUJI, s. Fusswaschung I 546 f.

PERUM, s. Stab.

PELIKAN. Die bekannte Fabel, dassdieser Vogel seine Jungen mit seinemeigenen Blute nähre und sich zu dem Be-hufe selbst die Brust öffne, scheint aus