Samson — Sancta sanctis.
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Perret I pl. LXXXI), in einer Miniaturdes Cod. Syriac. der Laurentiana ( Garruccitav. CXXXII ’), auf Mosaiken zweimal(ebd. CCXLIX 2 , S. Yitale in Ravennaund CCLXIX, S. Battistero in Neapel),auf Sarkophagen zehnmal; (Sarkophag vonS. Agnese Bottari tav. XXIII; danachunsere Fig. 425, nicht nach dem folgendenBeispiel, wie Martigny irrthümlich angiebt,= Garrucci tav. CCCXXXIY 1 ; fernerbei Garrucci tav. CCCXIII 3 . CGCXIX 1 ;CCOXXXIII'.CCCXXXIII 1 . CCCXXXIY 1 .CCCLXXXI 3 . CCCIC 2 - 3 . CCCCII 4 - ’),auf Werken der Kleinkunst u. s. f. sechs-bis siebenmal (ebd. CCCCXIX 3 , auf derKathedra des hl. Maximian zu Ravenna;CCCCXXXYIII \ Elfenbeinpyxis imHotel Cluny; CCCCXXXYIII 5 , PyxisHahn; CCCCXLIII, Lipsanothek zuBrescia; CCCCLII 2 , Diptychon vonTrier; CCCCLY 1 , Buchdeckel in Paris;CCCCLXXIX 12 , Cameo Biehler). Gewöhn-lich ist die Anordnung so, dass Jesus aufder einen Seite des Brunnens steht, dieS. auf der andern. Der Brunnen hatmeistens eine Winde, an welcher ein Topfoder Eimer hängt, hier und da stehen eineoder zwei Hydriae am Boden. Mit Unrechtbehauptet Martigny, Jesus stehe immerneben dem Weib; er sitzt neben demBrunnen auf dem Sarkophag GarrucciCCCCII 7 , dem Buchdeckel in Paris, demCameo Biehler, der Miniatur des Cod.Laurent., dem Mosaik von S. Vitale, undhat einigemal (so auf dem Trierer Dip-tychon und auf dem Ravenn. Bischofstuhl)ein Kreuz im Arm. Meist ist der Herrallein mit der Frau, doch sieht man zwei-mal einen Jünger (S. Yitale, Cath. S. Ma-xim.), einmal drei (Cameo Biehler) hinterihm; bei jenem ist wol an Johannes zudenken, der uns die Geschichte überliefert.Das Weib ist durchweg jung, meist miteinem Stirnband, einigemal mit einer ArtTurban, doch zuweilen ohne allen Kopf-putz, immer gut frisirt dargestellt. Inmehreren Fällen sieht man es entsetztund bewegt über das, was ihm der Herroffenbart, so auf dem Pariser Buchdeckel,der Pyxis Hahn. Einigemal (auf demWandgemälde Garrucci XXY 2 , der Pyxisdes Hotel Cluny) sieht man die Frauallein am Brunnen, ohne Christus. In be-zeichnender Weise ist das Sujet zweimal(auf den Elfenbeinen des Hotel Cluny undder Sammlung Hahn) mit der Ehebrecherinzusammengestellt. kraus.
SAMSON galt dev alten Kirche 1) alsein Vorbild Christi. Samson, sol eorumvel solis fortitudo, Christi figura (s. Melit.J-Javis in Spicil. Solesm. III 305); S., diehöre von Gaza auf den Berg tragend,
als ein Vorbild des auferstandenen undzum Himmel aufgefahrenen Erlösers, wel-cher ,ablatis portis ascendit in cacuminemontis; novimus enim et resurrexisse etin coelos ascendisse 1 (Äugtest. Serm. 364,al. 107). ,Samson media nocte non solum
exiit, sed etiam portas tulit: qui redemtornoster ante lucem resurgens, non solumüber de inferno exiit, sed etiam ipsa in-ferni claustra destruxit; portas tulit etmontis verticem subiit, quia resurgendoclaustra inferni abstulit et ascendendo coe-lorum regna penetravit“ (Greg. M. Hora. 21in ev. Matth ). In der altchristlichen Kunstist die Darstellung Samsons sehr selten:vielfach hat man früher auf ihn Denkmälergedeutet, welche in der Wirklichkeit denGichtbrüchigen, der sein Bett davontriigt,darstellen. Als nachgewiesen betrachtetMartigny i. v. S. auf einer Broncemedaille(abgebildet und so erklärt bei CiampiniDe duob. emblem. p. 4 und bei BuonarrotiVetri tav. I 1, p. 2 ) und nach der Formdes getragenen Gegenstandes zu schliessenauf einem Gemälde im Coemeterium S. Her-motis (Aringh. R. S. II 331 2 ; Bottari tav.CLXXXYlf 2 ). Die von Düntzer (Jahrb.d. Yer. der Alterthumsfr. im RheinlandeXLII 173) auf S. gedeutete Darstellungauf einem Kölner Goldglase ist ohne Zweifelauch die des Gichtbrüchigen, da der ge-tragene Gegenstand eine gewöhnliche Formdes von diesem getragenen Bettes hat.Ebenso ist S., in seinem Tode seine Feindebesiegend, ein Vorbild Christi, der in seinemTode den Tod überwand (Paulin. Nol.Ep. 23 [al. 3 et 4] ad Sever. n. 14). —2) S. den Löwen tödtend ist ein Typus derJuden, die Christus, den Löwen aus demStamme Juda (Gen. 49, 9), tödteten (ib.n. 16). ,Samson invictus crine servato, cap-tivus abscisso et iterum fortis renato“ istein Bild des Christen in der Gnade undin der Sünde (ib. n. 10). iieüser.
SANCTA SANCTIS (« 710 t « 7101 ;), isteine den griechischen und orientalischenLiturgieen seit ältester Zeit eigenthümlichesolenne Exclamationsformel, welche vondem celebrirenden Bischöfe oder Priesterkurz vor der Communion zu dem Volkelaut gesprochen wird, um die Communi-canten auf die Nothwendigkeit der Selbst-prüfung und Herzensreinheit aufmerksamzu machen. Die Exclamation ayta £710 icoder xa ayta xolc £ 7(011 hat in allenLiturgieen des Orients ihre Stelle nach demGebete des Herrn und vor der Ausspendungder Communion. Gewöhnlich wurde dasS. s., wie z. B. in den Liturgieen deshl. Jacobus, der apostolischen Constitu-tionen, des hl. Chrysostomus etc. durchein Segensgebet (-apafkjii, commen-