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STpoyyuXoeior;; dpxo; — Styliten.
That liegt kein Grund vor, anzunehmen,dass der Gebrauch solcher Badinstrumentesich nur auf die Heiden beschränkt habe.
Ton der Form dieser Schabeisen wurdenin der Plastik die gewundenen Canne-lirungen Strigiles genannt, mit welchensehr häufig die altchristlichen Sarkophagean der Torderseite belebt sind. Das Motivkam zur Unterbrechung grosser Flächennamentlich beiMarmorsärgen vonnamhafter Höheund Breite zur An-wendung (vgl. Bot-tari tav. XVIII.XIX. XXXVII u.s. f.). BeistehendeFigur 470 veran-schaulicht das Ge-sagte, wofür nochauf Art. Sarko-phage (II 718 f.)zu verweisen ist.Bei ganz besonders grossen Flächen theilteman die Vorderseite des Sarges auch zu-weilen in vier grosse Parallelogramme, diedann jedes für sich durch solche Strigilesbelebt wurden. kraus.
STPOrmOElAIE APT02, s. Brod, eu-charistisches I 173.
STUIHTAE Messen die Einwohner desvon einem gewissen Studios zu Anfangdes 5. Jahrh. in Constantinopel errichtetenKlosters Studium: es sind dieselben,welche wegen ihres Wachens auchAkoi-meten (s. I 30) genannt werden. Vgl.Nicephor. II. e. XV 23; Bingham III 31.
STUMME (mutt) wurden zur Taufe wiezur Busse zugelassen, wenn das Zeugnissder Ihrigen ihr sittliches Unterscheidungs-vermögen bestätigte. So Conc. Arausic. I,c. 12; Carthag. III, c. 34; Timoth. Eespons.c. 4; vgl. Bingham IV 215. 217.
STYLITEN (stuXitcu), Säulenheilige. l)Dasgerade Gegentheil von den regellos leben-den und vagirenden Mönchen, den Sara-baiten in Aegypten, den Remoboth inSyrien, den ßoay.oi (pascentes, pabulatores)in Mesopotamien und den angrenzendenLändern, den Gyrovagi in Italien undAfrica, die von Hieronymus (Ep. 22 adEustoch. c. 34), Cassian (Collat. XVIII 7),Benedict (Reg. c. 1) u. A. scharf getadeltwerden, bilden die S. Die Syrer, beidenen die ersten Vorkommen, nennen sieEstunoco, von estuno = columna (vgl.Assemani Bibi. Orient. I 75 u. 250). Sieführen also ihren Namen von dem Stehenauf Säulen, wodurch sie ihr erhöhtes Stre-ben nach Vollkommenheit und ihr Ver-
langen nach gänzlicher Losschälung vomIrdischen zu erkennen gaben. Die S. stan-den frei auf Säulen von beträchtlicherHöhe. Nach Theodoret von Cyrus (Hist,eccl.) lebte der ältere S y m e o n anfäng-lich auf einer Säule von 2, später aufeiner solchen von 12 m. Dieselben Grössen-verhältnisse giebt Euagrius (H. e. VI 23)von der Säule des jüngern Symeon. DieSäulen waren nicht hohl oder hatten garZimmer im Innern. Allerdings wird unsaus dem 8. Jahrh. von S. berichtet, dieso genannt wurden, nicht weil sie aufSäulen, sondern in Zellen lebten, welchedie Gestalt von Säulen hatten. Ein Sty-lite dieser Art war Andreas, der imJ. 767 als Märtyrer für die Bildervereh-rung starb (vgl. Hefele Conc.-Gesell. III426). Und die Zelle des hl. Abtes Ste-phanus, die er sich zu Proconnesuserrichtet hatte — er starb unter KaiserConstantin Kopronymus als Märtyrer —wird genannt: axuXoeiSsc pr/pov Ey/Xcuxpov(vgl. Vita Steph. in den Analecta graecader Mauriner I 486). Nicht so bei denälteren S. Die Capitelle ihrer Säulen wa-ren mit einem Gitter oder einer niedrigenMauer umgeben, über welche der Körperhervorragte. Der Ascet durfte also aufBequemlichkeit gar keinen Anspruch ma-chen. Der Raum, der ihm zur Bewegungblieb, betrug nach dem Bericht des Eua-grius nur 2 Ellen im Umfang; Tillemont(Mem. V 361) nimmt zwar hierin einenIrrthum des Historikers an und glaubt,er habe mit dieser Angabe den Durch-messer des Raumes bezeichnen wollen.Sturm und Wetter waren sie schonungs-los preisgegeben. Von dem S. Daniellesen wir, dass er sich nur auf dringendeBitten des Kaisers Leo entschloss, überseiner Säule ein Wetterdach zu errichten.Um diesen Büssern nahe zu kommen, muss-ten Leitern oder Treppen angelegt werden.Bottari giebt zu Anfang des III. Bandesseiner ,Sculture e pitture sacre estrattedai Cimiteri di Roma die Darstellung einesS., wie er vermitelst eines herabgelassenenSeiles Nahrung von einem andern Mönchempfängt. Heute noch zeigt man zu Ka-lat-Sema’n in Central-Syrien die Basisder Säule des grossen Symeon zwischendem Kloster und der'Kirche, die ihm ge-weiht ist. Be Vogue (Les eglises de laterre ste., Paris 1860) giebt pl. CXXXIXdie Zeichnung davon (s. unsere Figg. 471und 472).
2) Der berühmteste Vertreter dieser Artvon Asceten und zugleich ihr Gründer istSymeon Stylites, der Aeltere. _,Hicprimus stationem in columna instituit(Theodoret. 1. c. I 13). Wir besitzen überihn die zuverlässigsten Berichte von Augen-
Fig. 470. Strigilirter Sarg.