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Zweiter Band. I - Z.
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Syrische Liturgie — Tabitha.

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CLXIX), oder hat sie an einem Bande ander Seite hängen (ebd. CLXXIY u. ö.)oder neben sich liegen (Glas bei Buonar-ruoti tav. V 2 ).

Eine von Polidori (Amico catt. I 252)veröffentlichte Cornaline zeigt statt der S.einen Anker in der Hand des guten Hir-ten. Martigny 2 754 zieht daraus und ausanderen Beispielen, wo der Pastor bonusmit dem Anker auftritt (so auf Sarkopha-gen, z. B. Bottari tav. XXXV, öfter aufgeschnittenen Steinen, Perret IY, pl. XYI),

den Schluss, dass unter diesem Symbol, d. i.doch wol auch unter der S. wie unter demAnker, der Gedanke der Hoffnung ausge-sprochen sei, und er erinnert dazu an Greg.Naz. Hom. in Evang. II 24: non vacat my-sterio, quod iteratur in facto. kraus.

SYRISCHE LITURGIE, s. II 321 f.

2Y2TA2I2, s. Busse I 182.

SYSTAHCAE EPISTOLAE, s. Litteraeecclesiasticae II 308.

T.

TABERNACULUM heisst bei Cicero dasZelt für Reisende (Attic. 5, 16), für Wahr-sager (De divin. II 35) und Soldaten(Brut. 9); in der hl. Schrift wird es un-zähligemal gebraucht und bezeichnet ins-besondere ,das Zelt des Zeugnisses 1 (Ex.27, 21), in welchem die Bundeslade (arca)stand, und die Wohnung Gottes überhaupt(Ps. 42, 3). Auffallend ist, dass der Auf-bewahrungsort für die Eucharistie in denersten christlichen Jahrhunderten Sacra-rium ( Clem . Rom. Epist.; Conc. Matisc.583, c. 6), Pastophorium ( Const. apost.VIII 13), Secretarium (Ordo rom. I; Ma-billon Mus. it. II 8) genannt wurde, dasWort T. dagegen erst vom 12. Jahrli. an{Const. Odon. Ep. Hard. VI 1944) sieheinbürgert. sciimid.

TABITHA oder griechisch Dorhas (Ga-zelle, was ein orientalischer [vgl. Sprüchw.5, 19] und griechischer Frauenname war)ist die Christin, welche von Petrus vomTode erweckt wurde, auf die Bitten derWittwen, welche ihm weinend die Kleiderzeigten, die T. ihnen gemacht hatte (Apg.9, 36—41). Wir dürfen in ihr eine derersten aus der nachmals so unermesslichenSchaar christlicher Jungfrauen sehen, dereneinzige Familie die Armen sind und derenLeben von frommen Uebungen und Werkender Barmherzigkeit ausgefüllt ist (haec eratplena operibus bonis et eleemosynis quasfaciebat, 1. c. 36). Diese Auferweckungist für den Christen eine Erinnerung, dasser aus dem Grabe wieder auferstehenwird, und war ein sehr passender Schmuckchristlicher Gräber. So finden wir dieseScenen dargestellt auf einem wahrschein-lich aus dem 4. Jahrh. stammenden Sarko-phage des hl. Sidonius, Bischofs von Aix(Monum. relat. ä s. Madeleine I 767),welcher noch heute in der Krypta derhl. Maria Magdalena in der Abtei deshl. Maximin sich findet. Der hl. Petrussteht vor dem Lager, welches mit Vor-

lleal-Encyklopilclle. II.

hängen, die an Ringen aufgehängt sind,umgeben ist, die Hände zu Tabitha aus-gestreckt, welche auf seine Worte: T. surge,sieh erhebt; vor dem Lager knieen, dieHände flehend zum Apostel erhoben, zweiPersonen, zwei andere stehen hinter demLager, in der Wittwenkleidung (Conc.Arausican. I, c. 27), welche unserer Non-nenkleidung ähnlich ist. Neben dem Lagersteht ein Stuhl, welcher mit einem Tep-pich behängt ist (s. uns. Fig. 477). Eine

Fig. 477. Sarkophagrelief von S. Maximin (Monum.relat. a Ste. Madeleine T 767).

ganz ähnliche Darstellung findet sich unterNr. 70 auf einem Sarkophage in dem Mu-seum zu Arles (abgebildet Revue ar-chdol., Paris 1879, Nov., 297), nur mitdem Unterschiede, dass hier Petrus mitder Rechten T. am Vorderarm gefasst hatund sie aufrichtet (dans autem illi manura,erexit eam, 1. c. 41), und dass auch diezwei vor dem Bette knieenden Personendurch ihre Kleidung als Wittwen erschei-nen. Ein drittes Beispiel bietet ein Sar-kophag der Kathedrale zu Fermo (PolidoriConvit. nell’ Amico catt. VII 397), dessensämmtliche Darstellungen der Apostel-geschichte entnommen sind und sich auf

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