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Zweiter Band. I - Z.
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Taufkirche.

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von diesem jenen überreicht worden zusein; wenigstens lassen Aeusserungen, wiediejenigen Gregors von Nazianz (Or. VIII25) und Zeno’s von Verona (Tract. lib.

I 14, ed. Giuliari, Verona 1881, 105 f.:dicam praeterea, quae quotidie merces,quae impendatur annona. Omnibus per-aeque unus panis cum signo datur, aquacum vino, sal, ignis et oleum, tunica ru-dis et unus denarius, quem quilibet acce-perit, acceptumque non spreverit, sed inlabore usque ad ultimum perduraverit,turri completa inaestimabiles divitias inea permanens possidebit), darauf schlies-sen (ygl. jedoch die Anmerkung Giuliari’szu Zeno 1. c. 107). De Bossi (Bull. 1867,27 u. a.) ist der Ansicht, dass diese Do-naria meist aus Medaillen, figurirten Lam-pen, Inschriften u. dgl. bestanden. So be-trachtet er auch die in unserer Fig. 111,

II 270 wiedergegebene Broncelampe in

Florenz als ein Geschenk des neugetauf-ten Valerius Severus an den Spender desSaeraments, Eutropius, welchem jener indem Ausruf EVTROPI VIVAS seinenDank für die empfangene Gnade aus-drücken wollte. kraus.

TAUFKIRCHE (Baptisterium, griech.ßcnraaTVjptov, tpomarrjpiüv) ist eine Kirche,welche speziell zur Spendung der hl. Taufebestimmt war. 1) Wenn auch Philippusden Kämmerer der Königin Candace ineiner gerade sich darbietenden Quelle (Apg.8, 36), Petrus in dem Tiber ( Tertull■ Debapt. c. 1), der hl. Victor von Marseille amEnde des 3. Jahrh. die von ihm bekehrtenSoldaten seiner Wache im Meere (RuinartAct. mart., Act. s. Victor. Massil.), dieTon dem hl. Gregor d. Gr. gesendetenApostel Englands in den dortigen Flüssen{Beda Ilist. Angl. II 14. 16) taufte undder Jordan wegen der Taufe Christi durchJohannes bis ins 5. Jahrh. vielfach zurSpendung dieses hl. Sacramentes diente(Itin. Antonini mart. bei Martine De ant.eccl. rit. I 1, art. 2, n. 3), ja wenn wegender Nothwendigkeit dieses Sacramentesdasselbe im Nothfalle überall, selbst in denGefängnissen, gespendet wurde, so machteme Rücksicht auf dessen Heiligkeit, dieWeise der Spendung durch Untertauchender unbekleideten Täuflinge und derengrosse Zahl es früh zum Bedürfniss, hier-lur besondere Räume zu wählen, was bei. ” v * e l en Badeeinrichtungen der Altennicht schwer war. Ein Verbot, in Privat-aiisern zu taufen, findet sich zuerst im{Conc. Darin. 527, c. 16 bei Jle-Jeie C.-G. I[ 698; das Conc. Trull. 692,c. ol macht die Taufe in den Privatora-orien von der Zustimmung des Bischofsabhängig), und ein vor einigen Jahren

entdecktes Privatoratorium in der Näheder diocletianischen Thermen macht durchseine Ausschmückung mit Taufsymbolenund ein dort gefundenes Taufandenken eswahrscheinlich, dass es zur Spendung derTaufe an die Familienmitglieder diente{de Bossi Bull. 1876, 13); allein es warendies doch wol immer nur Ausnahmen.Iustin Apol. II 65 unterscheidet den Ortder Taufe (,wo Wasser ist 1 ) von dem Ver-sammlungsort der Gläubigen; ebenso Ter-tullian De coron. c. 3 (aquam aditum ibi-dem , sed et aliquanto prius in ecclesia),von der Kirche 1 . Hippolyt (De SusannaGail. II 443) sieht zu Dan. 13, 15 in demvon den Greisen zum Ueberfallen Susan-na’s abgewarteten Tag ein Bild des christ-lichen Osterfestes, ,an welchem den Ver-langenden im Garten (b "apaoelaco) dasBad bereitet und die sich waschende Su-sanna als reine Braut Gott dargestelltwird 1 , und nennt zu Dan. 13, 18 (1. c. 444)die Taufe ein ,Theilhaben an dem Wasserim Garten 1 (Iv TrapaSsi'atp). Er bezeichnetalso den Ort der Taufe mit dem Namendes Ortes, an welchem Gott den Men-schen schuf und heiligte. In den arabi-schen Canones nennt Hippolytus den Ortder Taufe Piscina (consistant prope un-das piscinae aquae purae benedictione pa-ratae; vgl. Tertull. De bapt. c. 5: nospisciculi secundum ichthyn nostrum Ie-sum Christum in aqua nascimur) und dieHeilung des Gichtbrüchigen (s. d. Art. I603) in der ,probatica piscina 1 (Joh. 5, 2)als Bild der Taufe. Mit Probst (Sacram.114) kann man der Ansicht sein, die Chri-sten hätten vielleicht in jener Zeit denTaufort auch geradezu Paradies genannt:aber dessen Schluss, wegen dieser Stellenund wegen der Thatsache, dass Taufenim Meere und in Flüssen bezeugt sind,sei anzunehmen, bei den Kirchen hättees damals noch keine Baptisterien gegeben,sondern man habe an umhegten, nur demEigentlnimer zugänglichen gartenähnlichenOrten an Flüssen und am Meere getauft,scheint uns aus den Beweismitteln nichtzu folgen. Zudem machten die örtlichenVerhältnisse, wo ein Fluss oder das Meerfehlte, in manchen Gegenden auch dieklimatischen Einflüsse eine solche Taufeim Freien manchmal unmöglich. Endlichmacht das gleich zu erwähnende Beispieleines Baptisteriums in den Katakombenes wahrscheinlich, dass man zu den Tau-fen eines besondern Gebäudes sich be-diente, mochte dieses auch nicht bei derKirche liegen.

2) In dien drei ersten Jahrhundertenwurde auch in den römischen Katakom-ben die hl. Taufe gespendet. Nach einerschon früh bezeugten Tradition taufte der