Band 
Zweiter Band. I - Z.
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Tod.

ecclesia, et caeeitas a Tobia exclusa est;hic est piscis, qui in baptismate per in-vocationem fontalibus undis inseritur ( Opt.Milev. De schism. Donat. lib. III, n. 2).Was die Väter in der biblischen Erzäh-lung von T. versinnbildet sahen, erblicktedas christliche Alterthum auch in derenbildlichen Darstellungen: eine Erinnerungund Hinweisung auf Christus — lyüuc —und die Heilung der Blindheit des ge-fallenen Menschengeschlechtes und dessenBefreiung von der Herrschaft des Teufelsdurch seine Lehre, sein Leiden und Ster-ben und die dadurch erworbenen Gnaden.Die meisten Darstellungen des T. zeigenihn auch mit dem Fisch. So ein Kata-kombengemälde ( Bottari tav. LXV), woer nur mit Lendenschurz bekleidet, alssei er eben aus dem Wasser gestiegen,den Reisestab in der Linken, mit derRechten den Fisch an einer Angelschnurträgt. In einem im J. 1849 im Coeme-terium s. Saturnini gefundenen Gemälde

Fig. 499. Fresco (nach Bottari tav. LXV, sohr ver-schieden bei Garrucci tav. LXXIII 3 ).

{Perreit III, pl. XXVI) erscheint er ingleicher Kleidung und Haltung, trägt aberden Fisch am Schwänze und zeigt den-selben seinem mit langer Tunica beklei-deten Reisegefährten (s. Fig. 499). Ge-wöhnlich ist T. mit kurzer gegürteter Tu-nica bekleidet; mehr-fach hat er die Handdem Fische in denRachen gesteckt, soauf einem Goldglasund auf drei Gold-glas-Medaillons beiGarrucci Vetri I, tav.III 4 - 5 - 6 (unsere Fig.ar . 500); auf einem Glasemit blauem Grundebei Perret IV, pl.XXV 33 . Kraus (R. S. 292) und Garrucci(Vetri 2) glauben, dass darin dargestelltsei, wie T. die beiden Heilmittel aus demFisch heraushole. Man könnte vielleichtauch wegen der lebhaften begleitendenGeberde des T. diese Bilder in Beziehung

Fig. 500. Goldglas (Garrucci Vetri, tav. III)

zu dem Herausziehen des Fisches aus demWasser bringen; der aus dem Wasser ge-zogene Fisch ist aber nach dem Zeugnissedes hl. Zeno (lib. II, tract. 13) ein Sinn-bild des auferstandenen Heilandes, desfy&of, welcher uns in der Taufe innerlicherleuchtet und in der hl. Eucharistie nährt(cuius [piscis] ex interioribus remediisquotidie illuminamur et pascimur {Prosp.oder vielmehr Anonym. Afric. in op. Depromiss, et praedic. Dei II 39; s. d. Art.Fisch I 522). Dieser Fischfang des T. istin einem gehenkelten Gefäss, welches P.Marchi für das Kircher’sche Museum er-warb und für ein Taufgefäss hielt, ein-gravirt und in einem Gemälde des Coe-meterium s. Saturnini, Beides Denkmälerwenigstens des 4. Jahrh., abgebildet {deRossi De Christ, mon. IX9YN exhib. in Spie.Solesm. III 557, not. 1). Drei andere Epi-soden der Reise des T. finden sich eben-falls auf altchristlichen Denkmälern, näm-lich T., wie er die Reise unter Führungdes Engels beginnt,in einem dem zweitenJahrh. zugeschriebe-nen Katakombenge-mälde (bei d’AgincourtPeint. pl. VII 3 ); T.,während seiner Reiseeinen Gegenstand,wol das Herz, dieGalle und die Leberdes Fisches (Tob. 6,5),in der Hand tragend,und in Begleitung sei-nes Hundes, welchermunter vorausspringt (s. uns. Fig. 501;ebenfalls in einem Fresco der Kata-komben {Garrucci Hagioglypt. 76) undauf einem Sarkophag zu Verona seineHeimkehr: vor einem Hause erblickt maneinen Greis, dem ein Hund schmeichelt(,da lief voraus der Hund, welcher mitauf der Reise war, und gleichsam als Boteder Ankunft schmeichelte er mit demSchweife und war lustig“, Tob. 11, 9).Die Person mit zwei Fischen in der Handauf einem sehr roh gravirten, 1877 ineinem Grabe vor dem Kölner Thor zu Bonngefundenen Glasbecher (Jahrb. des Ver.der Alterthumsfr. im Rheinl. LXIII, Taf.V 4 ), welche Aus’m Weerth (Jahrb. LXIV129) für den Knaben mit den zwei Fischenbei der Brodvermehrung (Joh. 6, 9) an-sieht, hält de Rossi (Bull. 1879, 147) eben-falls für ein Bild des T. heuser.

TOI), Darstellung des Todes. Seitden Tagen von Caylus, Lessing und Winckel-mann hat sich die kunsthistorische Kritikvielfach mit der Darstellung des Todesbei den Alten beschäftigt, wie sich ander-

Fig. 501. Fresco ausS. Priscilla (GarrucciHagioglypta 76).