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Tunica — Unterthanentreue.
TUNICA, s. Kleidung II 189 f.
TUNICELLA, s. Kleidung II 207 f.
TUNSIO PECTORIS, das Klopfen an dieBrust als Bezeigung des Schuldbewusst-seins und sowol zum Agnus Dei (MartineDe rit. I 158, ed. Yen. 1783) als bei derBitte: vergieb uns unsere Schuld, beimYater unser von Augustin, erwähnt (Serm.358, 3; 388, 2).
TURRIS EUCHARISTICA, s. d. Art.Taube II 821.
TURTELTAUBE. Diese schöne niedlicheTaube ist ein Zugvogel, weshalb sie imHohen Liede (2, 12) als Krühlingsbo t eaufgeführt wird. Im Morgenlande kommtsie recht häufig vor und wird leicht sehrzutraulich und zahm. Daher dient sieden Dichtern als Bild der sanften,wehrlosen Unschuld. ,Gieb nicht derBaubsucht (der Feinde) hin deine Turtel-taube 1 (Ps. 74, 19). Den Kirchenväternwar sie ein Symbol der jungfräuli-chen Rein igle eit. ,In turture imma-culati corporis castimonia 1 ( Ambrosius DeAbrah. II e. 8; vgl. Augustin. Serm. I 8,und In Ps. 83, 7). Desgleichen galt sieals Muster einer unentweihten Ehe undmonogamischer Treue. ,In turture, 1sagt der hl. Ambrosius De Abrali. II 8,,incorruptae generationis natura. 1 Vgl.Hieron. Adv. Iovin. I 30; Orig. Ilom. inCantic. II. Nach dem Tode ihres Gattenbleibt sie, wie (fälschlich) Aristoteles (Deanimal. 44) lehrt, Wittwe und geht keinezweite Verbindung ein. Dem Stagiritensprechen nach die Kirchenväter, wie u. A.Basilius Hexaem. c. 8 und Pseudo-GregorCantic. cant. I 30. Letzterer schreibt:turtur, postquam parem suum perdiderit se-mel, nunquam alteri se iungit, sed sempersolitarie habitans in gemitu perseverat.
ÜBERGABE der heiligen Geräthe, Klei-der, Kleinodien bei der Ordination (por-rectio vasorum sanctorum), s. d. Art. Or-dination II 550.
ULYSSES, s. Odysseus II 520.
UMBELLA, s. d. Art. Flabellum I 529und jetzt noch de Linas in Revue de Partchröt. 1883 und 1884.
UMBILICUS (dp/paXo;). Ducange in Si-lent. 233: vaÄv et chorum Sophianum con-ficiebat totum illud spatium, quod interquattuor pilas maiores continetur, cuiusumbilicus, cui nempe centrum copulae seu
Als Symbol ehelicher Liebe undTreue findet man darum die T. zu-weilen auf Sarkophagen angebracht. Aufdem schönen Doppelsarg des Praefectendes Praetorium, Probus und seiner GattinProba ( Bottari Scult. e pitt. tav. XVII u.XVIII) sind in der Mittelnische die beidenGatten, sich wie zum Abschiede die Händereichend, dargestellt, und in den Winkelnder angrenzenden Felder sieht man Turtel-tauben, welche an den aus Körben hin-geschütteten Früchten picken. Eine ähn-liche Darstellung sah Martigny (Dict. 762)auf einer 1844 gefundenen Graburne imMuseum zu Arles.
Die T. ist endlich Symbol weinenderB ü s s e r. Schon ihr Name i-n, Turtur undxpiqtov deutet auf den girrenden, klagendenTon ihrer Stimme hin. Weil sie statt desGesanges (der anderen Vögel) Seufzen —(pro cantu gemitus habet, sagt der hl. Gre-gor d. Gr. In lob 32, 3) — hören lasse,so sei sie ein Muster reuiger Büsser (vgl.Augustin. Serm. 343, 1). münz.
TUTOR, s. d. Art. Vormund.
TTIIIKON ( ordinarium, von tu-o;, alsosoviel als forma, norma, regula; es heisstauch öidtacjic und SiaxuTiioaicj, bei den Grie-chen das, was wir Lateiner das Directoriumoder den Ordo rei divinae nennen, dieAnweisung, das Officium zu beton undden Gottesdienst sowie auch die Fastenabzuhalten. Nähere Beschreibungen gebenAllatius De lib. eccl. Gr., Hamb. 1722, I.Daraus Zaccaria Bibi, ritual. I 4, 1, ed.Rom. 1776, I 79. Neale Eastern ChurchIntrod. 848. Nilles Kal. man. 44.
Typica heissen bei den Griechen auchbestimmte Psalmverse, welche an einigenFesten des Herrn und der sei. Jungfraugesungen werden. Vgl. Goar Eucholog.124. 186.
trullae ad perpendiculum imminet, vide-tur appellari dpipaXä? seu to psaov toüvotoü. Marcus De dubiis typicis 96: psemp-9aXoj; Greg. Caes. Orat. in Nicaen. PP.:psaovaoj; Balsam. In c. 74 Trull.
UNCIAE, Bezeichnung des Tributum oderdes Denarismus ( Cod. Theod. XII, 1, 107;vgl. Bingham II 249).
UNGUENTUM, s. Chrisma I 211.
UNTERRICHT, s. Schulen II 739.
UNTERTAUCHEN, s. Taufe II 828, n. 11.
UNTERTHANENTREUE. 1) Die Christender ersten Jahrhunderte fanden ihre Hai-